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REHADAT-Newsletter 1 / 2014

(Newsletter in leichter Sprache: Bitte hier klicken / PDF, 121 KB)   

Köln, 29. Januar 2014

Urteil: Keine Kostenübernahme für Hausgebärdensprachkurs für die Eltern eines gehörlosen Kindes

Leistungen der Eingliederungshilfe für ein gehörloses Kind umfassen zwar gebärdensprachliche Unterrichtsleistungen zugunsten des Kindes selbst, nicht aber die Finanzierung eines Gebärdensprachkurses durch Privatlehrer für dessen Eltern aus Mitteln der Sozialhilfe. Weitergehende Leistungsrechte kann das gehörlose Kind auch nicht u.a. aus der UN-Behindertenrechtskonvention herleiten.

Das ausführliche Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg finden Sie in der REHADAT-Datenbank Recht mit dem Aktenzeichen L 7 SO 4642/12.

Tipp: Kennen Sie die Urteilssuche nach Themen in der Datenbank Recht? Dort sind die vorhandenen Urteile nach Rubriken sortiert, z. B. gibt es dort Urteile zum Thema Arbeitszeit, zum Feststellungsverfahren, zur Schwerbehinderteneigenschaft und zu vielen Themen mehr: www.rehadat.de. In der Rubrik "Leistungen" finden Sie finden zum Beispiel 192 Urteile zum Thema Eingliederungshilfe.

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Adressen: Rehabilitationskliniken aktualisiert

In der REHADAT-Datenbank Adressen wurden die Rehabilitationskliniken aktualisiert. Dabei wurden mehr als 500 neue Kliniken ergänzt. Insgesamt können nun 1.073 Kliniken u.a. nach Indikationen und Krankheitsbildern gesucht werden. Die Angaben zu den Kliniken beruhen auf dem "Verzeichnis von stationären Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation" der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) und sind mit den ausführlichen Informationen in diesem Verzeichnis verlinkt.

Sie finden die Einrichtungen in der Adressgruppe Gesundheit/Prävention/Therapie unter dem Begriff "Rehabilitationskliniken" - regionale Einschränkungen sind in der Suchmaske mit Ort, Postleitzahl oder Bundesland möglich.

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REHADAT-Sammlung von Integrationsvereinbarungen

REHADAT hat im November 2013 seine Sammlung von über 140 Integrationsvereinbarungen aktualisiert.

Integrationsvereinbarungen sind Zielvereinbarungen zwischen Arbeitgeber, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung, die das innerbetriebliche Handeln im Blick auf behinderte Menschen weiterentwickeln und unterstützen.

Die anonymisierten REHADAT-Integrationsvereinbarungen sind nach Branchen gruppiert und liegen meist als Einzelvereinbarungen für einen Betrieb oder eine Dienststelle vor. Beispiele aus einem Konzern oder einer Oberen Behörde sind als "Gesamtvereinbarung" markiert. Die Integrationsvereinbarungen sollen Anregungen für eigene Integrationsvereinbarungen geben.

Hier finden Sie die von REHADAT gesammelten Integrationsvereinbarungen.

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Auszeichnung "Behindertenfreundlicher Arbeitgeber" für Alstom Grid

Die Alstom Grid GmbH aus Mönchengladbach ist vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit dem Prädikat "Behindertenfreundlicher Arbeitgeber" ausgezeichnet worden.

Die Auszeichnung wurde für das langjährige Engagement des Betriebes bei der Integration und Förderung von Menschen mit Behinderung vergeben. 22 der rund 400 Beschäftigten sind schwerbehindert oder gleichgestellt, darunter einige gehörlose Menschen, aber auch Beschäftigte, die eine andere Beeinträchtigung haben. Das entspricht einer Beschäftigungsquote von rund 6 Prozent.

Ein Interview mit Alstom Grid finden Sie in der neuen REHADAT-talentplus-Interviewreihe "Arbeitgeber stellen sich vor".

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Neue Internetseite der Wirschaft: Inklusion gelingt

Die Spitzenverbände der Wirtschaft BDA, DIHK und ZDH bieten ein neues Internetangebot an. Die Seite www.inklusion-gelingt.de informiert und unterstützt Betriebe, damit diese die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erfolgreich gestalten können.

Die Website umfasst unter Einbeziehung bestehender Informationsangebote für die Unternehmen Handlungsempfehlungen, eine Übersicht der Förderinstrumente, zahlreiche Kontaktadressen wichtiger Dienstleister und Behörden sowie verschiedener Publikationen. Anhand von Praxisbeispielen wird deutlich gemacht, wie die Inklusion von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgreich gelingen kann.

Hier können Sie die neue Seite aufrufen www.inklusion-gelingt.de

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Fit für den Job - Neues Lexikon zur Berufsorientierung

"Fit für den Job - Berufsorientierung von A-Z", so lautet der Titel des neuen Lexikons, das der Landschaftsverband Rheinland veröffentlicht hat. Das Nachschlagewerk soll jungen Menschen mit Behinderung, Eltern, Lehrkräften sowie Unternehmen und Betrieben helfen, mehr über die verschiedenen Projekte, Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote rund um den Berufseinstieg zu erfahren. Es erläutert alle wichtigen Begriffe im Zusammenhang mit der Berufsorientierung, von A wie "Arbeitserprobung" bis Z wie "Zukunftskonferenz". Viele der Informationen sind bundesweit gültig und von Interesse.

Kostenlose Bestellung und Download unter: http://www.lvr.de.

Mehr Informationen für junge Menschen mit Behinderung zwischen Schule und Beruf finden Sie im Portal www.rehadat-bildung.de.

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Zertifikate für WfbM-Absolventen in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz

In Sachsen-Anhalt erhielten im Januar 2014 erstmalig 450 Absolventen des Berufsbildungsbereiches der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) ein landeseinheitliches Abschlusszertifikat für ihre Qualifizierung. In Rheinland-Pfalz wurden im Dezember 2013 ebenfalls erstmalig Zertifikate an Absolventen der Beruflichen Bildung verliehen.

Die bis zu 27 Monate dauernde Ausbildungszeit gliedert sich in einen Eingangsbereich und einen nachfolgenden Berufsbildungsbereich. In dieser Zeit durchlaufen die Menschen mit Behinderungen die verschiedenen Arbeitsfelder in der Werkstatt, um den ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz zu finden.

Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz sind neben Berlin, Bremen und dem Saarland nun weitere Bundesländer, die den Abschluss der beruflichen Bildung in Werkstätten formell mit Zertifikaten anerkennen. Bundesweit absolvieren derzeit etwa 33.000 Menschen in 700 Werkstätten den Berufsbildungsbereich.

Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.bagwfbm.de/topic/8.

Tipp: In der REHADAT-Datenbank Werkstätten können Sie nachsehen, welche Werkstätten welche Berufsbildungsbereiche anbieten: http://www.rehadat.de.

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Gemeinsame Empfehlung "Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit" veröffentlicht

Zur Sicherung der Zusammenarbeit vereinbaren die Rehabilitationsträger mit Unterstützung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) Gemeinsame Empfehlungen. Vor diesem Hintergrund wurde nun die Gemeinsame Empfehlung "Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit (BA)" nach § 38 SGB IX vereinbart.

In dieser Empfehlung sind Regeln zum Verfahren definiert, wie die BA im Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben eingeschaltet werden soll. Bei ihrer gutachterlichen Stellungnahme hat die jeweils zuständige Agentur für Arbeit neben den Fähigkeiten und Neigungen des betroffenen Menschen sowie den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes auch dessen Lebenshintergrund im Sinne des biopsychosozialen Modells der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) und die individuellen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen.

Die Gemeinsame Empfehlung nach § 38 SGB IX ist am 1. September 2013 in Kraft getreten. Sie können die Broschüre hier downloaden: http://www.bar-frankfurt.de (pdf, 668 kb).

In der REHADAT-Datenbank Literatur finden Sie alle Gemeinsamen Empfehlungen der BAR.

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Deutsche Rentenversicherung wendete 2012 rund 1,2 Milliarden Euro für berufliche Rehabilitation auf

2012 wurden von der Deutschen Rentenversicherung über 270.000 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt. Diese Leistungen helfen Betroffenen, trotz gesundheitlicher Einschränkungen weiterhin einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, entweder im bisherigen oder in einem neuen Beruf. Rund 1,2 Milliarden Euro hat die Deutsche Rentenversicherung im Jahr 2012 dafür aufgewendet.

Hier finden Sie die Pressemeldung der Deutschen Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de.

Mehr Informationen zu den Ausgaben der Kostenträger finden Sie im Portal REHADAT-Statistik.

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Arbeitsbedingungen der Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen

2013 hatte das Deutsche Studentenwerk die Beauftragten für die Studierenden mit Behinderungen zu ihren Angeboten und zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. 161 Beauftragte haben geantwortet.

Die Erhebung zeigt: Beauftragte bewältigen sehr vielfältige Aufgaben - sie reichen von der individuellen Beratung und der Mitwirkung am Aufbau inklusiver Hochschulstrukturen bis hin zur Übernahme studienorganisatorischer Aufgaben. Insbesondere die Beauftragten an großen Hochschulen geben an, dass ihr Arbeitsaufwand sich in den letzten Jahren deutlich erhöht habe. Sie sind es dann auch, die in besonderer Weise unzufrieden sind mit ihrer Ausstattung mit personellen und sachlichen Ressourcen.

Hier finden Sie die Umfrage: http://www.studentenwerke.de (pdf, 419 kb).

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Google Europe Scholarship

Bis zum 17. Februar können sich Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit für ein Stipendium bei Google Europe bewerben. Gefördert werden Studierende der Fächer Informatik, Computerwissenschaften und IT-Themen.

Mehr Informationen: http://www.google.com/studentswithdisabilities-europe/.

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Neues Online-Portal zur Barrierefreiheit

Das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit informiert im neuen Portal über die rechtlichen und technischen Bestimmungen zur Barrierefreiheit in diesen Bereichen: Öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnungsbau, Personennahverkehr und Schienenpersonenverkehr.

Hier geht`s zum Portal: www.wegweiser-barrierefreiheit.de

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Hörhilfen im GKV-Hilfsmittelverzeichnis fortgeschrieben

Im GKV-Hilfsmittelverzeichnis wurde die Produktgruppe 13 "Hörhilfen" vom GKV-Spitzenverband fortgeschrieben. Für Hörgeräte gelten die Anforderungen der Produktuntergruppen 13.20.10 (Hörgeräte für an Taubheit grenzende Versicherte) und 13.20.12 (Hörgeräte für schwerhörige Versicherte, ausgenommen für an Taubheit grenzend schwerhörige Versicherte).

Im Zuge dieser Fortschreibung wurden viele Produkte umgruppiert und einige Hörhilfen aus dem Hilfsmittelverzeichnis gestrichen. Zudem ist für die Versorgung von schwerhörigen Versicherten mit Ausnahme der an Taubheit grenzenden schwerhörigen Versicherten am 1. November 2013 eine neue Festbetragsgruppe in Kraft getreten.

Die aktualisierte Produktgruppe 13 sowie die neuen Festbeträge können Sie bei REHADAT aufrufen: http://www.rehadat.de/gkv3/Gkv.KHS

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REHADAT twittert!

Sie wollen immer auf dem Laufenden sein, was Arbeitsleben, Bildung, Sozialrecht und Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung betrifft? Dann folgen Sie unserem Twitter-Account: https://twitter.com/REHADAT.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Gisela Semmt, Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.