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REHADAT-Newsletter 1 / 2016

Köln, 3. Februar 2016

Neuer REHADAT-Leitfaden "Personalkompass Inklusion"

REHADAT hat eine neuen Leitfaden veröffentlicht: Der "Personalkompass Inklusion" will Geschäftsführer und Personalverantwortliche in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) darin unterstützen, mehr Menschen mit Behinderung auszubilden und/oder zu beschäftigen. Er stellt Fakten zusammen, gibt einen Überblick über Fördermöglichkeiten und zeigt am Beispiel von Unternehmen, wie Inklusion erfolgreich für beide Seiten – Betriebe und Beschäftigte – gelingen kann. Der Personalkompass Inklusion zeigt verschiedene Wege auf, wie sich die Betriebe zu interessanten Ausbildungsbetrieben und Arbeitgebern für Menschen mit Behinderung entwickeln können.

Der Personalkompass Inklusion kann als Broschüre hier kostenfrei bestellt oder direkt heruntergeladen werden:
www.rehadat.info/de/publikationen.

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Internetportal "REHADAT-Werkstätten" online

Sie sind Arbeitgeber und möchten Ihre Ausgleichsabgabe reduzieren? Sie möchten bei der Gartenarbeit unterstützt werden, wollen Flyer drucken lassen oder suchen einen Anbieter von Bio-Lebensmitteln oder einen Party-Service in Ihrer Nähe?

Unter www.rehadat-wfbm.de können Sie umfangreiche Informationen zu allen anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und Blindenwerkstätten in Deutschland abrufen. Dort können Sie sich zum Beispiel einen Überblick verschaffen, welche Auftragsarbeiten, Dienstleistungen und Produkte die jeweilige Werkstatt anbietet.

Außerdem können sich Nutzer über die Möglichkeiten für behinderte Menschen informieren. Zum Beispiel welche behinderten Menschen aufgenommen werden, ob Außenarbeitsplätze vorhanden sind, welche Tätigkeiten im Berufsbildungsbereich möglich sind oder wie der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann.

Hier geht es zum neuen REHADAT-Portal: www.rehadat-wfbm.de.

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Viele neue Urteile zu Integrationsämtern bei REHADAT-Recht

Im Portal REHADAT-Recht können Sie viele neue Urteile im Zusammenhang mit den Integrationsämtern finden. Hierzu gehören Urteile zur Kündigungszustimmung der Integrationsämter, zur Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben oder zur Ausgleichsabgabe.

Lesen Sie zum Beispiel nach, warum die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" bei der Berechnung der Arbeitsplätze - im Rahmen der Schwerbehindertenanzeige - Beschäftigte mitzählen muss, die in Hilfseinsätzen im Ausland beschäftigt werden. Das Urteil finden Sie mit der Referenznr. R/R6658.

Oder informieren Sie sich, warum für die Klage eines schwerbehinderten Menschen gegen die Zustimmungserklärung des Integrationsamtes kein Rechtsschutzbedürfnis mehr besteht, nachdem die Kündigungsschutzklage zurückgenommen wurde (Referenznr. R/R6660).

Das Portal REHADAT-Recht mit mehr als 14.000 Urteilen zu Behinderung und beruflicher Teilhabe erreichen Sie unter der Adresse www.rehadat-recht.de.

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Aktuell bei REHADAT-Statistik

Im REHADAT-Portal Statistik können Sie neue Zahlen und Fakten zum Thema Behinderung und Beruf finden: Coloplast hat die Studie "Inklusion in Beruf und Alltag veröffentlicht", Bayern hat seine Zahlen über behinderte Menschen in Bayern für 2015 aktualisiert, die Bundesagentur für Arbeit stellt ihre Statistik zur beruflichen Rehabilitation jetzt monatlich online, Rheinland-Pfalz hat seinen 6. Bericht zur Lage der Menschen mit Behinderung publiziert und die Deutsche Rentenversicherung hat ihren Reha-Bericht 2015 veröffentlicht.

Sie finden die Neuigkeiten unter der Überschrift "Neu im Portal" auf www.rehadat-statistik.de.

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31 Projekte zur intensivierten beruflichen Eingliederung

Das BMAS bietet im Rahmen der Inklusionsinitiative ein Programm zur intensivierten beruflichen Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen an. 80 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds stehen zur Verfügung, um fortschrittliche Konzepte für eine nachhaltige berufliche Integration schwerbehinderter Menschen zu unterstützen. Seit Beginn des Jahres 2014 können sich Arbeitsagenturen, gemeinsame Einrichtungen und kommunale Jobcenter im Rahmen des Programms um Förderung bewerben.

Unter www.rehadat-forschung.de finden Sie mittlerweile 31 innovative Projekte, die bereits bestehende Fördermöglichkeiten ergänzen (geben Sie in der Globalen Suche Schwerbehinderung und Agentur für Arbeit ein).

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Ausgezeichnet: Inklusive Ausbildung zur Feinmechanikerin

Wie Inklusion im betrieblichen Alltag gelingen kann, hat die Firma Feik Maschinenbau aus Bramsche in Niedersachsen gezeigt. Für besondere Leistungen in der inklusiven Ausbildung ist sie jetzt vom Förderkreis der Innungsbetriebe Handwerk ausgezeichnet worden. Unterstützt wurde die Firma Feik durch das Projekt Wirtschaft inklusiv, das die bedarfsgerechte Beschulung der Auszubildenden Alisa Oevermann ermöglicht hat.

Mehr Infos hier: www.rehadat-gutepraxis.de

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Ist Ihr Internetauftritt barrierefrei?

Das Projekt "BIK für Alle" startet vier Aufklärungskampagnen zum barrierefreien Internet. Eine der Kampagnen richtet sich an Wirtschaft und Handel: Unternehmensverbände, Handelskammern und anderen Multiplikatoren können kostenlose Workshops, Seminare oder Vorträge buchen. Einzelne Unternehmen, die die Zugänglichkeit ihres Internetauftritts verbessern möchten, werden als Pilotanwender bei der Umsetzung eines barrierefreien Webdesigns unterstützt.

BIK steht für Barrierefrei informieren und kommunizieren und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Mehr Infos und alle Handlungsfelder finden Sie hier: bik-fuer-alle.de.

Tipp: Im REHADAT-Portal Adressen und Angebote können Sie nach Beratern und Dienstleistern für barrierefreies Internet und Webdesign recherchieren. Oder stöbern Sie doch mal im gesamten Adressenbereich "Barrierefreies Leben" - dort finden Sie Unterbereiche wie Wohnen, Bauen, Umwelt, Kraftfahrzeug, Reisen und Hilfsmittel.

Hier geht es zum REHADAT-Portal Angebote und Adressen: www.rehadat-adressen.de

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Online-Forum: Barrierefreiheit in der Arbeitswelt

Menschen mit Behinderung müssen häufig erst Barrieren überwinden, um eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen und auszuführen. Ein vorausschauend barrierefrei gestalteter Zugang zu Arbeit ist derzeit noch mehr Vision als Wirklichkeit. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) stellt im Februar 2016 daher die "Barrierefreiheit in der Arbeitswelt" in den Fokus eines Fachaustausches bei www.reha-recht.de.

Die Diskussion findet vom 16. Februar bis voraussichtlich 6. März 2016 im moderierten Online-Forum statt und soll unter Beteiligung von Expertinnen und Experten die Rahmenbedingungen für Barrierefreiheit im Arbeitsleben, Reformansätze sowie Konzepte und Lösungen zu ihrer Umsetzung beleuchten und Impulse zur Weiterentwicklung der rechtlichen Grundlagen liefern.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.reha-recht.de.

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Welches sind die 50 wichtigsten Hilfsmittel?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO will eine Liste mit den weltweit wichtigsten 50 Hilfsmitteln ("top 50 priority assistive products") erstellen und bittet dabei um Unterstützung. Experten, Hilfsmittelnutzer und Angehörige können in einer Online-Befragung mitabstimmen. Mithilfe der Liste soll der Zugang zu Hilfsmitteln weltweit verbessert werden.

Weitere Hintergrundinformationen und die Befragung selbst finden Sie hier: https://extranet.who.int/dataform/355553/. Über die Sprachauswahl gibt es alle Infos und den Fragebogen auch auf Deutsch. Die Befragung läuft bis zum 3. März 2016.

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EU überprüft Strategie zur UN-Behindertenrechtskonvention

Die Europäische Union überprüft ihre Strategie zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. In der Strategie sind acht wichtige Tätigkeitsfelder auf EU-Ebene festgelegt: Zugänglichkeit, Teilhabe, Gleichstellung, Beschäftigung, Bildung und Fortbildung, sozialer Schutz, Gesundheit und Maßnahmen im Außenbereich.

Gefragt sind Meinungen zu den bislang erreichten Zielen, zu den Herausforderungen und zu möglichen Maßnahmen von allen Bürger/-innen, Organisationen, Behörden, Unternehmen, Akademikern und sonstigen Interessenträger bis zum 18. März 2016.

Mehr Informationen hier: http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&catId=89&newsId=2421&furtherNews=yes

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Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsrechts beschlossen. Das derzeit geltende Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) definiert Barrierefreiheit und verpflichtet Träger öffentlicher Gewalt, insbesondere Bundesbehörden, zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und zur Barrierefreiheit.

Zu den Schwerpunkten der Novellierung des BGG zählen u.a. die Anpassung des Behinderungsbegriffs des BGG an den Wortlaut der UN-BRK, Verbesserungen beim Benachteiligungsverbot, Verbesserungen der Barrierefreiheit innerhalb der Bundesverwaltung in den Bereichen Bauen und Informationstechnik, die Stärkung der Leichten Sprache sowie die Errichtung einer Bundesfachstelle für Barrierefreiheit bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. 

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Bundesarbeitsministeriums: www.bmas.de

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Berufliche Inklusion gehörloser Menschen durch Schriftspracherwerb

Gehörlose können Lautsprache nicht oder nur begrenzt wahrnehmen. Dadurch haben sie oft Schwierigkeiten, Deutsch zu lesen und zu schreiben. Lesen und Schreiben sind jedoch häufig eine notwendige Beschäftigungsvoraussetzung. Hier knüpft das Projekt Schriftspracherwerb gehörloser Menschen zur Förderung inklusiver Teilhabe am Arbeitsmarkt an.

Es richtet sich an gehörlose Arbeitnehmer, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten. In enger Abstimmung mit den Unternehmen werden die Fortbildungsinhalte ermittelt und individuell an die speziellen Arbeitsanforderungen der Unternehmen angepasst.

Das Projekt wird von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und der Workplace Solutions GmbH durchgeführt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert das Projekt mit Mitteln aus dem Ausgleichsfonds. In Chemnitz, Cottbus, Dortmund und Kiel werden Schulungen angeboten, ab fünf Mitarbeitern werden Inhouse-Schulungen durchgeführt.

Am 17.02.2016 findet in Berlin die Fachtagung „Schriftspracherwerb für gehörlose Menschen" statt, die Zwischenergebnisse des Projekts vorstellt.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.delegs.de

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Weiterbildung zum Prozessplaner Inklusion

Die Technische Hochschule Köln bietet in Kooperation mit REHADAT ab Juni 2016 eine interdisziplinäre Weiterbildung zum Prozessplaner Inklusion an. In den Modulen und an den Werkstatttagen wird die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen Thema sein, ebenso wie rechts- und sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Inklusion, die städtebauliche, architektonische Dimensionen und weitere Aspekte.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Weiterbildung unter: https://www.th-koeln.de/weiterbildung/strategien-zur-inklusion_287.php

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REHADAT-Seminare 2016

Sie wollen die Inhalte von REHADAT genauer kennenlernen? Dann besuchen Sie doch eins unserer Seminare in Köln:

Die Seminare können kombiniert gebucht werden, müssen es aber nicht.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.