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REHADAT-Newsletter 1 / 2017

Köln, 25. Januar 2017

Bundesteilhabegesetz in Kraft

Das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (BTHG) wurde am 29.12.2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt nun stufenweise bis 2023 in Kraft.

Zum Einstieg finden Sie im REHADAT-talentplus-Lexikon eine kurze Beschreibung des BTHG: www.talentplus.de.

Zur Vertiefung sind im REHADAT-Literaturportal schon mehr als 130 Veröffentlichungen zum BTHG aufgeführt: www.rehadat-literatur.de.

Das Portal REHADAT-Recht hat alle Veränderungen, die das BTHG u.a. im SGB IX, in der Werkstättenmitwirkungsverordnung und im Betriebsverfassungsgesetz mit sich gebracht hat, entsprechend eingearbeitet: www.rehadat-recht.de.

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Zweiter Teilhabebericht der Bundesregierung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den zweiten Bericht über die Lage von Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland veröffentlicht. In dem Bericht werden Daten über deren Lebenslage und den Entwicklungsstand ihrer Teilhabe bzw. Inklusion systematisiert und ausgewertet.

Der erste Teil des Berichts stellt die konzeptionellen Grundlagen und grundlegende Daten z.B. zur Anzahl und Altersstruktur von Menschen mit Beeinträchtigungen dar.

Der zweite Teil beschreibt und diskutiert die "Teilhabe in verschiedenen Lebensbereichen" anhand aktueller Forschungsergebnisse. Das Kapitel 2 beschäftigt sich mit "Bildung und Ausbildung", das Kapitel 3 behandelt "Erwerbstätigkeit und materielle Lebenssituation".

Mehr Details finden Sie bei REHADAT-Statistik: www.rehadat-statistik.de/de/behinderung/Teilhabebericht_Bundesregierung.

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Schwerbehindertenanzeige erstellen mit REHADAT-Elan 2016

Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten müssen bis zum 31.03.2017 nachweisen, dass sie 2016 genügend schwerbehinderte Menschen in ihrem Unternehmen beschäftigt oder ausgebildet haben. Am einfachsten kann dieser Nachweis mit der kostenlosen Software REHADAT-Elan erbracht werden, die jetzt für das Anzeigejahr 2016 unter www.rehadat-elan.de heruntergeladen werden kann.

Das Programm findet heraus, ob genügend Pflichtarbeitsplätze besetzt waren, und – falls nicht – in welcher Höhe Ausgleichsabgabe zu zahlen ist. Die Anzeige kann dann ganz einfach über das Internet an die Bundesagentur für Arbeit geschickt werden.

Tipp: Mit der mobilen App "Elan-Rechner" können Sie sich schnell einen Überblick verschaffen, ob Sie genügend schwerbehinderte Menschen in Ihrem Unternehmen beschäftigen, wie hoch Ihre Ausgleichsabgabe ist und wie Sie die Abgabe reduzieren können. Die barrierefreie App ist kostenlos bei Google Play (Android) und im App Store (iOS) erhältlich.

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Produkte erkennen leicht gemacht

Etiketten-Lesegeräte werden für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, z.B. um blinden Menschen das Erkennen von Produkten im Supermarkt zu ermöglichen, indem das Gerät den vorhandenen Barcode ausliest. Aber auch integriert auf dem Handrücken eines Arbeitshandschuhs unterstützt es den Träger, da dieser beide Hände zur freien Verfügung hat und seine Arbeit leichter erledigen kann.

Bei REHADAT-Hilfsmittel finden Sie mit dem Schlagwort "Etiketten-Lesegerät" verschiedene neue Produkte.

In REHADAT-Gute Praxis können Sie nachlesen, wie das Lesegerät einen blinder Datenverarbeitungskaufmann in der Materialverwaltung einer Hochschule unterstützt.

Lust zum Stöbern? Dann gucken Sie sich doch mal die Hilfsmittel-Gruppe "Hilfsmittel für das Alarmieren, Anzeigen, Erinnern und Signalisieren" (ISO 22 27) an. Dort finden Sie zum Beispiel Uhren, Türmelder, Regenanzeiger, Licht- und Farberkennungsgeräte.

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Gute Praxis: Evakuierung eines Rollstuhlfahrers

Wie kann ein Rollstuhlfahrer aus dem 5. Stock eines Gebäudes im Notfall evakuiert werden, wenn der Aufzug nicht benutzt werden darf? In REHADAT-Gute Praxis ist beschrieben, welche Vorbereitungen eine Stadtverwaltung getroffen hat, um für den Notfall gerüstet zu sein: Die Kommune hat einen faltbaren Evakuierungsstuhl mit Gleitriemen angeschafft und in der Nähe des Treppenhauses platziert. Die Bedienung wurde von den Mitarbeitern in Brandschutzübungen trainiert.

Wer den Evakuierungsstuhl bezahlt hat, weitere Details und einen Film, der die Handhabung demonstriert, finden Sie mit der Referenznr. R/PB3096.

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Arbeitsstättenverordnung: behinderungsgerechte Gestaltung ergänzt

Die am 3. Dezember 2016 in Kraft getretene Änderung der Arbeitsschutzverordnung präzisiert die Pflichten zur behinderungsgerechten Arbeitsstättengestaltung. Die Verordnung stellt jetzt klar, dass auch Pausen- und Bereitschaftsräume, Kantinen, Erste-Hilfe-Räume und Unterkünfte für Beschäftigte mit Behinderungen - falls diese im Betrieb beschäftigt sind - sicher und gesundheitsfördernd zu gestalten sind. Diese Gebäudeteile hatte die Verordnung bislang nicht ausdrücklich erwähnt. Neu ist auch, dass ein Verstoß gegen diese Pflicht als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.baua.de.

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JADE - ein neues Projekt zum Jobcoaching

Die Hochschule Hildesheim führt ein vom BMAS gefördertes, neues Forschungsprojekt zum Jobcoaching namens JADE durch. Es werden drei Ziele verfolgt: Eine bundesweite Bestandsaufnahme zur gegenwärtigen Praxis des Jobcoachings, ein konzeptionelles Verständnis von Jobcoaching und die Erstellung von Empfehlungen für die Durchführungspraxis.

Mehr Informationen zu JADE finden Sie in REHADAT-Forschung mit der Referenznummer R/FO125752.

In REHADAT-Forschung sind aktuell 37 Projekte aufgeführt, die sich mit betrieblichen Konzepten und Maßnahmen befassen, die behinderte und schwerbehinderte Menschen bei der Ausführung und Sicherung eines Arbeitsverhältnisses unterstützen. Ein wesentliches Merkmal dieser Projekte ist, dass die Förderung und Unterstützung im direkten Zusammenhang mit der Beschäftigung erfolgt.

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Umfrage: Wie gut werden SBV in Betrieben beteiligt?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der betrieblichen Schwerbehindertenvertretungen (BbSD) hat eine Umfrage unter Schwerbehindertenvertretungen (SBV) durchgeführt. Dabei wurde gefragt, ob und wie die SBV durch ihren Arbeitgeber beteiligt werden.

Dabei kam zum Beispiel heraus, dass 50 Prozent der Schwerbehindertenvertretungen stets oder häufig bei Schwierigkeiten im Arbeitsverhältnis eines Schwerbehinderten eingeschaltet werden – 45 Prozent allerdings wurden selten oder nie eingeschaltet.

Beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement eines Schwerbehinderten wurden 58 Prozent stets oder häufig hinzugezogen - 37 Prozent selten oder nie.

Wie die Quoten aussehen bei der Information über die Schwerbehindertenanzeige, Infos über die Bestellung des Arbeitgeberbeauftragten oder über den Eingang von Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen, finden Sie hier: www.bbsdev.de (unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen").

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Leitfaden für barrierefreie Online-Videos

Das Projekt BIK (barrierefrei informieren und kommunizieren) hat einen Leitfaden für barrierefreie Online-Videos veröffentlicht, der sich an Video-Produzenten, Entwickler und Online-Redakteure richtet.

Barrierefreie Online-Videos zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • sie sind barrierefrei erreich- und bedienbar (barrierefreie Einbindung),
  • für höreingeschränkte Menschen wird eine Untertitelung zur Verfügung gestellt und
  • wichtige visuelle Informationen werden für blinde Menschen über eine Audiodeskription vermittelt.

Den Leitfaden finden Sie hier: http://www.bik-fuer-alle.de/leitfaden-barrierefreie-online-videos.html

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Wirtschaft inklusiv legt Kalender "Wir brauchen alle!" vor

Das Projekt Wirtschaft inklusiv hat für das Jahr 2017 einen großformatigen Kalender mit Illustrationen zum Thema Inklusion und Arbeit herausgegeben. Sechs Illustratoren haben auf ihre jeweils eigene "art" das Thema Inklusion und Arbeit aufgegriffen und zeichnerisch umgesetzt. Herausgekommen ist eine subjektive Zustandsbeschreibung existierender Inklusion mit unterschiedlichen Stilen, Motiven, Formen, Farben und Bildideen.

Hier finden Sie mehr Informationen sowie den Kalender zum Download: www.wirtschaft-inklusiv.de

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Gemeinsames Bewerberportal für Menschen mit Behinderung

Die deutschen Berufsförderungswerke, Berufsbildungswerke und Beruflichen Trainingszentren bieten ein gemeinsames Stellen- und Bewerberportal im Internet unter www.integrationsverbund.de an. Bewerber und Bewerberinnen mit Behinderung können hier viele Stellenangebote finden und sich online darauf bewerben. Unternehmen können Stellenanzeigen schalten und potenzielle Fachkräfte mit Behinderung suchen.

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REHADAT-Seminar in Köln

Sie möchten sich zeigen lassen, wie Sie REHADAT am besten für Ihre Arbeit einsetzen können? Dann besuchen Sie unser Seminar "REHADAT kompakt: Grundlagen der beruflichen Teilhabe behinderter Menschen". Die nächsten Termine sind der 15. Februar sowie der 21. Juni 2017. Der Seminarort ist in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs.

Mehr Informationen zu den Inhalten und Kosten finden Sie hier: http://www.rehadat.de/de/seminare/index.html.

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REHADAT unterwegs

REHADAT ist im Frühjahr auf drei verschiedenen Veranstaltungen mit einem eigenen Stand vertreten – eine gute Gelegenheit, uns kennenzulernen und sich Neuigkeiten in REHADAT zeigen zu lassen!

Am 1. März 2017 können Sie uns in Münster treffen – dort veranstaltet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Messe der Integrationsunternehmen in der Halle Münsterland. Mehr Informationen finden Sie hier: www.lwl.org.

Vom 22. bis 23. März findet in Frankfurt/M. das jährliche Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium der Deutschen Rentenversicherung zum Thema "Prävention und Rehabilitation in Zeiten der Globalisierung" statt – mit anschließender ICF-Anwenderkonferenz. Mehr Informationen finden Sie hier: www.deutsche-rentenversicherung.de.

In Nürnberg präsentieren sich dann die Werkstätten für Menschen mit Behinderung vom 29.3. bis 1.4. auf der Werkstätten:Messe 2017. Mehr Infos hier: www.werkstaettenmesse.de.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Die Adresse dient nur dem Versand des Newsletters. Haben Sie Kritik oder Vorschläge? Dann schreiben Sie an: brockhagen@iwkoeln.de.

Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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www.rehadat.de

REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.