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REHADAT-Newsletter 2 / 2014

(Newsletter in leichter Sprache: Bitte hier klicken / PDF, 197 KB)

Köln, 25. März 2014

Tabuthema Inkontinenz belastet Arbeitsalltag: REHADAT veröffentlicht Umfrage-Ergebnisse

REHADAT hat zusammen mit dem Selbsthilfeverband Inkontinenz e.V. eine anonyme, nicht repräsentative Online-Befragung zum Thema "Inkontinenz und Beruf" durchgeführt. Mit der Arbeitnehmer-Befragung sollten durch Inkontinenz verursachte Probleme erfasst und Verbesserungsvorschläge gesammelt werden.

Wichtige Ergebnisse waren zum Beispiel, dass 83 Prozent der Befragten von ihrem Arzt nicht nach ihrer Situation am Arbeitsplatz gefragt worden waren, dass 47 Prozent ihren Arbeitgeber nicht über ihre Inkontinenz informiert hatten und dass für 51 Prozent die von der Krankenkasse bezahlten Hilfsmittel im beruflichen Alltag nicht ausreichten.

Die Auswertung der Ergebnisse von 187 Teilnehmern sowie der Fragenkatalog stehen jetzt im Internet zum Download bereit: www.rehadat-hilfsmittel.de/BefragungInkontinenz.pdf.

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Urteil: Blinde Frau hat Anspruch auf Blindenführhund gegenüber Krankenkasse

Das Landessozialgericht Mainz hat den Anspruch einer blinden Klägerin auf einen Blindenhund gegenüber ihrer Krankenkasse bestätigt. Die durch eine Krankheit erblindete Klägerin lebt allein in einer Eigentumswohnung und hat keine Hilfs- und Betreuungspersonen mehr. Von der beklagten Krankenkasse wurde die Klägerin mit einem Bildschirmlesegerät sowie einem Blindenlangstock samt Mobilitätstraining ausgestattet.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass ein Blindenführhund dem unmittelbaren Behinderungsausgleich bei Blindheit diene. Er könne neben einem Blindenlangstock medizinisch erforderlich sein, wenn er wesentliche Gebrauchsvorteile gegenüber diesem biete.

Das Urteil im Volltext finden Sie in REHADAT mit dem Aktenzeichen: L 5 KR 99/13

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Arbeitsplatzgestaltung für eine armbehinderte Schneiderin

Nach einer Krebsoperation, bei der ihr die linke Brust amputiert wurde, konnte die Schneidermeisterin eines Theaters ihren linken Arm nur noch eingeschränkt bewegen und benutzen.

Um der Schneiderin eine ergonomische und dauerhaft schmerzfreie Arbeitshaltung zu ermöglichen, wurden der Schneidertisch und das Stativ der Schneiderpuppe umgebaut, sodass beide per Knopfdruck elektromotorisch höhenverstellbar sind. Außerdem wurde ein neuer ergonomischer Arbeitsstuhl angeschafft, der mit einer speziellen Arm-Stütze ausgestattet wurde. Die spezielle Arm-Stütze dient zum Abstützen des linken Unterarms und Ellenbogens. Das Gewicht des Arms wird dabei über ein einstellbares Federsystem ausgeglichen.

Mehr Details können Sie im REHADAT-Praxisbeispiel mit der Referenznummer Pb/110831 nachlesen. Mit dem Schlagwort "Armbehinderung" finden Sie bei REHADAT knapp 100 Praxisbeispiele.

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300 kommunale Behindertenbeauftragte in REHADAT

In REHADAT finden Sie jetzt über 300 kommunale Behindertenbeauftragte und Beiräte.

Die Behindertenbeauftragten der Kommunen sind Ansprechpartner für die Belange behinderter Menschen in der betreffenden Stadt und Gemeinde. Sie helfen, die Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderung durchzusetzen. Sie beraten und unterstützen die Verwaltung bei den Aufgaben, die sich aus den Behinderten-Gleichstellungsgesetzen ergeben.

Sie finden die Beauftragten mit dem Schlagwort "Kommunaler Behindertenbeauftragter" - eine regionale Eingrenzung ist über die Suchmaske möglich.

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Umfrage zur Beschäftigung Menschen mit Behinderung in Unternehmen

Unter www.rehadat.de stellen wir Ihnen ein umfangreiches Informationsangebot zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Um dieses Angebot noch besser an den Anforderungen der betrieblichen Praxis auszurichten, interessiert uns Ihre Meinung:

Welche Unterstützungsangebote und Instrumente werden in Ihrem Unternehmen schon genutzt und was würde Sie darüber hinaus interessieren?

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich 10 Minuten Zeit nehmen und an unserer Umfrage unter www.rehadat.de/umfrage/index.php?sid=29873&lang=de teilnehmen!

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Aktuelles Verzeichnis der Rehawissenschaftler

REHADAT hat die umfassend aktualisierte Ausgabe des Verzeichnisses der Rehabilitationswissenschaftler und Rehabilitationswissenschaftlerinnen in Deutschland veröffentlicht. Die 22. Auflage kann im Internet unter http://www.rehadat-forschung.de (unter dem Punkt Rehawissenschaftler) kostenlos heruntergeladen werden.

Das Verzeichnis listet die Forscher und Forscherinnen auf und gibt einen Überblick, wer sich mit welchen Themen beschäftigt. Dabei wurde erneut auf die Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) Bezug genommen. Rund zwei Drittel der eingetragenen Wissenschaftler/-innen haben dazu Angaben ergänzt.

Das Verzeichnis wird jährlich im März zu den Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquien herausgegeben von REHADAT, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation und der Deutschen Rentenversicherung Bund.

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Leitfaden für Arbeitgeber: Inklusion unternehmen

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat einen Leitfaden mit dem Titel "INKLUSION UNTERNEHMEN - Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung" veröffentlicht.

Der neue Leitfaden soll mit speziell für Arbeitgeber aufbereiteten praktischen Tipps und Hinweisen dazu dienen, Unternehmen gezielt zu informieren und zu unterstützen, damit sie die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erfolgreich gestalten können. Die aufgeführten Praxisbeispiele reichen von Initiativen im Bereich Berufsorientierung über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zur Neueinstellung oder Weiterbeschäftigung von Menschen mit Behinderung.

Der Leitfaden kann kostenlos von www.arbeitgeber.de heruntergeladen werden (im Bereich Publikationen / Broschüren / Beschäftigung).

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Barrierefreie Arbeitsplätze gesucht!

Gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und gemeinsam mit Vertretern aus Unternehmen, Verbänden, Schwerbehindertenvertretungen, Netzwerken und weiteren Akteuren der Beschäftigung behinderter Menschen sucht das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit (BKB) Unternehmen und Betriebe in Deutschland, in denen Barrierefreiheit eine Rolle spielt.

Dabei geht es nicht um perfekte Lösungen. Es sollen Ansätze aus der Praxis gesammelt werden, die sich verallgemeinern lassen und von denen andere Unternehmen lernen können.

Wenn Sie Ihren Betrieb vorstellen wollen, finden Sie alle Hinweise zum Projekt "Barrierefrei arbeiten" unter www.barrierefreiheit.de.

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Inklusionslotsen für Unternehmen – neues Projekt "Wirtschaft inklusiv"

"Wirtschaft inklusiv" ist der Titel eines neuen bundesweiten Projektes, mit dem Unternehmen verstärkt für die Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen gewonnen werden sollen. In acht Bundesländern werden eigens geschulte Inklusionslotsen insbesondere die Personalverantwortlichen der Betriebe und Unternehmen beraten, für Inklusion gewinnen und spezifisches Know-how vermitteln, damit vorhandene Strukturen, Unterstützungssysteme und Förderleistungen besser genutzt werden. Durch persönliche Beratungen und weitergehende Aktivitäten wie Runde Tische, Informationsveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen und Netzwerkaktivitäten werden bessere Rahmenbedingungen für die Teilhabe schwerbehinderter Menschen geschaffen.

Mehr Informationen zum Projekt "Wirtschaft inklusiv" finden Sie im REHADAT-Forschungsportal mit der Referenznummer R/FO125551.

Tipp: Im REHADAT-Forschungsportal können Sie weitere 44 Projekte aufrufen, die Unterstützung für Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Einstellung und Beschäftigung von Arbeitnehmern mit Behinderung anbieten.

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Neuer Service der Bundesagentur für Arbeit (BA) für gehörlose Menschen

Seit Anfang März 2014 haben Gehörlose die Möglichkeit, über einen Gebärdendolmetscherdienst mit den Service-Centern der BA direkt zu sprechen. Die Betroffenen laden sich ein Tool aus dem Internet auf ihren Computer. Mit Hilfe des Tools werden sie dann über ein Videotelefonat optisch oder schriftsprachlich mit einem Gebärdendolmetscher verbunden. Dieser telefoniert gleichzeitig mit dem Service-Center der BA und gibt so das Anliegen direkt an einen Service-Center-Mitarbeiter weiter. Das Angebot ist für Gehörlose kostenfrei.

Nähere Informationen finden Sie hier: http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/service/BesondereDienste/index.htm.

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NRW-Studie über die Teilhabe von hörgeschädigten und taubblinden Menschen

Die Universität zu Köln hat im Auftrag des NRW-Arbeitsministeriums eine Untersuchung der Teilhabeprobleme von Menschen mit Hörschädigung durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sind eine fundierte Grundlage für eine zielgerichtete Inklusionspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen zu Gunsten hörgeschädigter und taubblinder Menschen.

Im REHADAT-Statistikportal finden Sie mehr Informationen.

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Integrationsfachdienste im Rheinland: Unterstützung für knapp 16.000 Menschen mit Behinderung im Job

Knapp 16.000 Menschen mit Behinderung sowie deren Arbeitgeber haben die 17 rheinischen Integrationsfachdienste (IFD) im Auftrag des LVR-Integrationsamtes im vergangenen Jahr beraten und begleitet. Die IFD unterstützen, beraten und begleiten Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben und ihre Arbeitgeber. Zu ihren Aufgaben gehören die Berufsorientierung, die Vermittlung und die Berufsbegleitung. Die IFD sind regional angesiedelt und unterstützen spezifisch je nach Art der Behinderung. Weitere Informationen zur Arbeit und Koordination der IFD im Rheinland unter https://dom.lvr.de (s. Zusammenfassung der LVR-Vorlage zur Finanzierung der Integrationsfachdienste).

Die Adressen und Angebotsbeschreibungen aller Integrationsfachdienste in Deutschland finden Sie in der REHADAT-Datenbank Adressen (regionale Einschränkungen können Sie über den Button Suchmaske vornehmen).

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Rund um den REHADAT-Newsletter

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Gisela Semmt, Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.