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REHADAT-Newsletter 2 / 2015

(Den angepassten Newsletter in leichter Sprache finden Sie hier: PDF, 211 KB)

Köln, 27. März 2015

Neues Portal: REHADAT-Gute Praxis geht online

Unter www.rehadat-gutepraxis.de ist das neueste Portal des REHADAT-Informationssystems online gegangen. Das Portal veranschaulicht mit gelungenen Beispielen, wie Menschen mit Behinderung erfolgreich arbeiten können. Es stellt zielgerichtete Informationen, Maßnahmen, Integrationsvereinbarungen und Aktionspläne zu einer inklusiven Arbeitswelt vor.

Einen guten Überblick über die Inhalte von 900 Praxisbeispielen kann sich der Nutzer über die thematische Navigation verschaffen: entweder über die Art der Behinderung (deren Auswirkungen im Arbeitsleben kurz beschrieben sind) oder die durchgeführte Maßnahme (z. B. Ausbildung, Arbeitsgestaltung, Mobilität, Existenzgründung). Ergänzend steht eine Detailsuche zur Verfügung, mit der man Beispiele auch mithilfe von Schlagworten, Beschäftigungsbereichen oder Einschränkungen suchen kann.

Das Portal bietet außerdem 145 nach Branchen sortierte, anonymisierte Integrationsvereinbarungen an, die zum Abschluss einer eigenen Vereinbarung anregen sollen.

Nicht zuletzt zeigen Arbeitgeber in Interviews, mit ihren Aktionsplänen und durch ihre Auszeichnungen, wie die Teilhabe am Arbeitsleben und Inklusion von Menschen mit Behinderung bei ihnen funktioniert. Sie können so als Vorbild für andere Unternehmen dienen, die bisher noch wenig Erfahrung mit Inklusion haben.

Hier geht`s zum Portal: www.rehadat-gutepraxis.de. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen!

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Urteil: Diskriminierung im Bewerbungsverfahren

Das Landesarbeitsgericht Stuttgart hat im November 2014 entschieden, dass ein schwerbehinderter Bewerber, der zwar einerseits zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, in der Einladung aber bereits auf die geringen Erfolgsaussichten seiner Bewerbung hingewiesen wird, einen Entschädigungsanspruch nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat.

Der Kläger hatte sich bei dem beklagten Landkreis auf die ausgeschriebene Stelle eines Projektmanagers beworben. In der Stellenausschreibung wurden u.a. gute Fremdsprachenkenntnisse gefordert. Der Kläger bewarb sich auf diese Stelle, machte hierbei aber keine Angaben zu seinen Fremdsprachenkenntnissen. Hierauf teilte ihm der beklagte Landkreis mit, man gebe dem Kläger gerne die Gelegenheit zu einem Vorstellungsgespräch, wegen der geringen Erfolgsaussicht seiner Bewerbung und der weiten Anfahrt möge er aber mitteilen, ob er das Vorstellungsgespräch wünsche. Hierauf äußerte sich der Kläger nicht. Er erschien auch zu dem wenig später angesetzten Vorstellungsgespräch nicht, sondern machte nach der Ablehnung seiner Bewerbung eine Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG geltend.

Lesen Sie das Urteil im Volltext bei REHADAT-Recht unter der Referenznummer R/R6480.

Sie finden bei REHADAT-Recht knapp 600 Urteile zu Benachteiligungen im Arbeits- und Beschäftigungsbereich wegen Krankheit oder Behinderung.

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Machen Sie mit: Umfrage "Mit dem Rollstuhl im Job"

REHADAT befragt derzeit berufstätige Menschen und Auszubildende, die während ihrer Arbeit einen Rollstuhl nutzen. Ob der Rollstuhl permanent oder zeitweise genutzt wird und ob in Voll- oder Teilzeit gearbeitet, ist dabei nicht relevant.

Ziel der Umfrage ist es, mehr über die Arbeitssituation von Rollstuhlnutzern und deren Erfahrungen im Beruf herauszufinden. Folgende Themen werden dabei unter anderem erfragt:

  • Werden unterschiedliche Rollstühle am Arbeitsplatz und Zuhause bzw. in der Freizeit genutzt?
  • Sind Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld so ausgestattet, dass der Tätigkeit uneingeschränkt nachgegangen werden kann?
  • Welche Maßnahmen wurden durchgeführt oder sind gewünscht, um Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld anzupassen?
  • Fühlen sich Rollstuhlnutzer gut zum Thema Berufliche Integration informiert?

Die Ergebnisse werden in die REHADAT-Informationsbroschüre zur beruflichen Teilhabe von Rollstuhlnutzern einfließen.

Über Ihre Beteiligung würden wir uns sehr freuen. Der Online-Fragebogen kann hier aufgerufen werden: REHADAT-Umfrage.

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Aktuelles Verzeichnis der Rehabilitationswissenschaftler

Das Verzeichnis listet die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler alphabetisch auf und vermerkt ihre Forschungsschwerpunkte. Außerdem ist angegeben, ob die Person mit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) arbeitet.

Das Verzeichnis wird jährlich im März zu den Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquien herausgegeben von REHADAT, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation und der Deutsche Rentenversicherung Bund.

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Assistierte Ausbildung: Bessere Unterstützung für die betriebliche Berufsausbildung

Mit Assistierter Ausbildung und mehr ausbildungsbegleitenden Hilfen wird der Bund künftig junge Menschen bei ihrer betrieblichen Berufsausbildung im dualen System breiter unterstützen. Auch Betriebe können über die Assistierte Ausbildung Hilfe bekommen.

Durch das neue Instrument im Recht der Arbeitsförderung sollen mehr benachteiligte junge Menschen intensiv auf eine betriebliche Berufsausbildung vorbereitet und zum erfolgreichen Abschluss dieser Ausbildung geführt werden. Dies soll auch jungen Menschen, die bisher nur außerbetrieblich ausgebildet werden konnten, neue betriebliche Perspektiven geben.

Mehr Informationen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales: http://www.bmas.de.

Tipp: Im REHADAT-Bildungsportal finden junge Menschen mit Förderbedarf umfangreiche Informationen zum Thema Berufsfindung, Qualifizierung und Ausbildung: www.rehadat-bildung.de!

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Neuer Report "Analyse des Arbeitsmarktes für schwerbehinderte Menschen"

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht einen neuen, jährlich erscheinenden Analytikreport unter dem Titel "Analyse des Arbeitsmarktes für schwerbehinderte Menschen". In diesem Report führt die BA Daten über die Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen zusammen und stellt sie in aussagekräftigen Tabellen und Grafiken in Kombination mit methodischen Hinweisen sowie Analysen und Interpretationen dar.

Der Report ist im Internetangebot der Statistik der BA zu finden unter: http://statistik.arbeitsagentur.de.

Sie interessieren sich für Statistik zum Thema Behinderte Menschen und Beruf? Dann stöbern Sie doch mal unter www.rehadat-statistik.de.

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Neuer DIHK-Leitfaden "Chance Inklusion"

Die Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung wirft gerade in kleinen und mittleren Unternehmen viele Fragen auf. In einem neuen Ratgeber hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Auf 40 Seiten bietet der Leitfaden "Chance Inklusion" einen Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die umfangreichen Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten und wichtige Ansprechpartner. Auch Aspekte wie Hilfsmittel, Integrationsfirmen oder betriebliches Eingliederungsmanagement kommen zur Sprache.

Die Veröffentlichung kostet 2 Euro. Hier finden Sie die Bestellmöglichkeiten: www.dihk.de/presse/meldungen/2015-02-09-inklusion.

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Fachzeitschrift zur aktuellen Entwicklung der ICF

Die aktuelle Entwicklung der ICF (Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) in der beruflichen Rehabilitation ist Schwerpunktthema der neuen Ausgabe der Fachzeitschrift der Berufsbildungswerke, die Ende März 2015 erscheint. Themen sind zum Beispiel der Einsatz der ICF in Berufsbildungswerken, die Nutzung der ICF am Beispiel von Sehbehinderung oder die Nutzung der ICF aus der Sicht des Ärztlichen Dienstes der Bundesagentur für Arbeit.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.bagbbw.de/ihre-bag-bbw/fachzeitschrift-berufliche-rehabilitation/berufliche-reha-2015.

Tipp: Bei REHADAT finden Sie über 2.000 Literaturhinweise zum Thema ICF, 124 davon aus den Jahren 2014 und 2015. Oder stöbern Sie mal im REHADAT-ICF-Lotsen: www.rehadat-icf.de!

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Implementierung von Inklusionskompetenz bei Kammern: Antrag noch bis Juni 2015

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet Kammern im Rahmen des Projektes IvIK die Verbesserung ihrer Kompetenzen für die Inklusion schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt an. Ein Antrag kann noch bis zum 30. Juni 2015 gestellt werden (der Beginn des Projektes kann später liegen). Die Förderung kann bis 100.000 Euro betragen.

Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.bmas.de/

Tipp: Im REHADAT-Forschungsportal können Sie verschiedene Kammern finden, die ihre Inklusionskompetenz schon im Rahmen von IvIK verbessern: http://www.rehadat-forschung.de.

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Modellprojekt "Karriereplanung inklusive":  Barrierearme Fortbildung

Das Modellprojekt "Karriereplanung Inklusive" setzt sich dafür ein, berufsbezogene Fortbildungsangebote möglichst barrierearm zu gestalten. Grund dafür sind insbesondere fehlende Angebote für Personen mit Lernschwierigkeiten (mit angepassten Lernvoraussetzungen und Bildungsbedarfen).

Das Modellprojekt läuft von September 2014 bis März 2018 und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert. Hier finden Sie mehr Informationen zu "Karriereplanung inklusive": www.karriereplanung-inklusive.de.

Tipp: Dieses Projekt und 27 weitere finden sich im Portal REHADAT-Forschung in dem Bereich "Ausbildung, Qualifizierung und berufliche Reha-Maßnahmen / Planung, Steuerung und Vernetzung", der sich insbesondere damit befasst, wie Bildungs- und Rehabilitationsverläufe von Menschen mit Behinderung optimal geplant und gesteuert werden können.

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Plätze frei im REHADAT-Seminar

Es gibt noch freie Plätze im REHADAT-Kompaktseminar "Berufliche Teilhabe gestalten". In diesem Seminar erfahren Sie die wichtigsten Grundlagen zur beruflichen Teilhabe behinderter Menschen. Das Seminar richtet sich an Personen, die Basisinformationen für ihre tägliche Arbeit benötigen, z. B. an Mitarbeiter in Integrationsämtern und -fachdiensten, Disability Manager, Schwerbehindertenvertreter, Betriebs- und Personalräte und Arbeitgebervertreter.
Mehr Infos zu Terminen, Ort und Kosten finden Sie hier: http://www.rehadat.info/de/seminare/index.html.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.