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REHADAT-Newsletter 2 / 2017

Köln, 29. März 2017

Wer forscht zu Rehabilitation und Teilhabe in Deutschland?

REHADAT hat das umfassend aktualisierte "Verzeichnis der Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler in Deutschland" für das Jahr 2017 veröffentlicht. Hier kann man nachschlagen, wer zu welchen Themen im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe in Deutschland forscht.

Die Forschungsthemen spiegeln aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen wider. So greifen die Wissenschaftler u. a. Begrifflichkeiten aus der Behindertenpolitik wie Inklusion, partizipative Forschung und Barrierefreiheit auf sowie Leitthemen aus der UN-Behindertenrechtskonvention und aus aktuellen Gesetzesreformen wie dem Bundesteilhabe- und dem Behindertengleichstellungsgesetz.

Die neue Ausgabe kann im Internet im Portal REHADAT-Forschung kostenlos als pdf-Datei heruntergeladen werden. Herausgeber sind REHADAT, die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation und die Deutsche Rentenversicherung Bund.

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Urteil: Schwerbehindertenvertretung bei Bewerbungsverfahren beteiligen

Das Landesarbeitsgericht Hessen hat 2016 folgendes Urteil gesprochen: Die Schwerbehindertenvertretung hat das Recht zur Teilnahme an sämtlichen Bewerbungsgesprächen, wenn sich ein schwerbehinderter bzw. ein gleichgestellt behinderter Mensch innerhalb der Bewerbungsfrist bewirbt. Dieser Verpflichtung kann sich die Arbeitgeberin nicht dadurch entziehen, dass sie Vorstellungsgespräche 'vorzieht', ohne dass hieran die Schwerbehindertenvertretung teilnimmt. Damit nimmt sie der Schwerbehindertenvertretung die Vergleichsmöglichkeiten, die erforderlich sind, damit die Schwerbehindertenvertretung ihren Auftrag erfüllen kann, für Chancengerechtigkeit der schwerbehinderten Bewerber zu sorgen.

Den Volltext zu diesem Urteil finden Sie bei REHADAT mit dem Aktenzeichen 9 TaBV 128/15.

In REHADAT-Recht finden Sie über 70 Urteile mit den Schlagworten: Schwerbehindertenvertretung und Beteiligungspflicht.

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REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache

Haben Sie schon mal unsere REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache gelesen? Wir veröffentlichen darin News bei REHADAT und allgemeine Neuigkeiten zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Die Neuigkeiten richten sich an Menschen mit Lern-Schwierigkeiten und Menschen, die nur wenig lesen und schreiben können. Die Neuigkeiten werden alle zwei Monate per E-Mail kostenlos verschickt.

Hier finden Sie die REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache: http://www.rehadat.de/de/newsletter-leichte-sprache/index.html

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Übernachten im Integrationsbetrieb

Im REHADAT-Portal Angebote und Adressen (www.rehadat-adressen.de) finden Sie jetzt über 70 Hotels, die im Rahmen von Integrationsfirmen betrieben werden. Ein Teil der Hotels bietet auch barrierefreie Zimmer an.

Hier gelangen Sie zur Branchensuche Integrationsfirmen. Wählen Sie dort die Branche "Gastronomie" und das Angebot "Hotel" aus. Wenn Sie möchten, könne Sie die Suche auch mit einem Bundesland eingrenzen.

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Hilfsmittel für die Gartenarbeit und Gute Praxis im Gartenbau

Im Frühjahr lockt der Garten: bei REHADAT-Hilfsmittel sind spezielle Gartengeräte für die Pflege von Beeten, Sträuchern oder Bäumen aufgeführt. Zum Beispiel Tischbeete für das Gärtnern im Sitzen oder Stehen, Gartenharken mit langem Griff oder Gartenscheren für Linkshänder. Sie finden die 46 Hilfsmittel zur Gartenarbeit im Bereich "Freizeit / Sport - Gartenarbeit".

Und auch im Portal REHADAT-Gute Praxis finden Sie Praxisbeispiele für Menschen mit Behinderung, die im Gartenbau beschäftigt sind - mit dem Schlagwort "Gartenbau".

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Chancen und Risiken der Digitalisierung für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Welche Chancen und Risiken die Digitalisierung für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung mit sich bringt, hat REHADAT am 7. Februar 2017 auf einer ausgebuchten Tagung in Köln lebhaft diskutiert.

Folgende Fragen wurden zum Beispiel erörtert:

  • Was bedeuten die digitalen Entwicklungen für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung?
  • Was zeigen Prognosen und Studien zu Auswirkungen der Digitalisierung auf Berufe und den Arbeitsmarkt im Allgemeinen?
  • Wie reagiert die Berufliche Bildung auf die Anforderungen der Digitalisierung?
  • Welche ersten Befunde und guten Beispiele aus der Praxis zur Situation von Menschen mit Behinderung gibt es bereits?

Sie möchten mehr über die Veranstaltung wissen? Hier finden Sie die Dokumentation: www.rehadat.de/de/veranstaltungen/digitalisierung-doku

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Ausbildung zum Fachpraktiker für Dialogmarketing - Pilotphase erfolgreich

Vier junge Männer und eine Frau haben im Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW) ihre Ausbildung zum Fachpraktiker für Dialogmarketing erfolgreich abgeschlossen. Drei der fünf Absolvent(inn)en konnten sofort nach Ende der Ausbildung eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. Die Ausbildung wurde 2013 vom ALBBW und der IHK Berlin für Menschen mit Behinderung entwickelt, um diesen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Mehr Informationen finden Sie hier: www.albbw.de

Tipp: Im Portal REHADAT-Bildung finden Sie umfangreiche allgemeine Informationen zum Thema "Außerbetriebliche Ausbildungen" für Menschen mit Behinderung, u.a. auch detaillierte Beschreibungen der einzelnen Einrichtungen.

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Neue IW-Analyse: "Menschen mit Behinderung in der betrieblichen Ausbildung"

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat eine neue IW-Analyse unter dem Titel "Menschen mit Behinderung in der betrieblichen Ausbildung" veröffentlicht. Darin kann man z.B. lesen, wie viele Unternehmen Jugendliche mit Behinderung ausbilden, welche Behinderungsarten häufig in den Betrieben zu finden sind, was die Motive für die Ausbildung von Menschen mit Behinderung sind und welche Hemmnisse einer solchen Ausbildung im Wege stehen. Die Analyse schließt mit gezielten Handlungsempfehlungen, die dazu beitragen sollen, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Ausbildung zu stärken.

Hier finden Sie mehr Informationen und den kostenlosen Download: www.iwkoeln.de.

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Kurzbericht zur Statistik der schwerbehinderten Menschen

Wussten Sie, dass knapp zwei von drei schwerbehinderten Menschen eine körperliche Behinderung haben? Bei 25 % waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Bei 13 % waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 12 % Wirbelsäule und Rumpf. In 5 % der Fälle lag Blindheit beziehungsweise eine Sehbehinderung vor.

Diese und viele weitere Details können Sie im Kurzbericht zur Statistik der schwerbehinderten Menschen nachlesen, den das Statistische Bundesamt im März veröffentlicht hat. Durch die Statistik werden u.a. folgende Informationen über die schwerbehinderten Menschen gewonnen: Altersgruppen, Geschlecht, Art und Ursache sowie Grad der Behinderung.

Den Kurzbericht können Sie hier herunterladen: www.destatis.de

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Broschüre "Einblick in Taubennest"

Eine sehr informative Broschüre mit 20 Fragen und Antworten rund um Gebärdensprache und das Leben als Mensch ohne Gehör hat Sabine Weidenfeller veröffentlicht. Mehr Informationen zur Broschüre und den Download finden Sie bei REHADAT-Literatur mit der Referenznr. R/NV8408.

Tipp: Insgesamt finden Sie bei uns mehr als 170 Literaturhinweise zum Schlagwort "Gebärdensprache".

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DGB veröffentlicht Studie: Wie kann das BEM besser werden?

Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat die Ergebnisse einer empirischen Studie zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) unter dem Titel "Projekt RE-BEM Dokumentation" veröffentlicht. Mithilfe der Studie sollte festgestellt werden, wie der Stand der Umsetzung des BEM in den Betrieben ist, welche Probleme es noch gibt und wie die Umsetzung verbessert werden kann.

Mehr dazu lesen Sie hier bei REHADAT-Statistik: www.rehadat-statistik.de

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Digitale Medien als Helfer bei der Inklusion

Mit einem neuen Förderprogramm zur Inklusion will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dabei helfen, Barrieren für Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Bildung abzubauen. Wer beispielsweise aufgrund von Behinderungen das Haus nicht verlassen kann, soll mithilfe von Lernvideos, Podcasts oder Virtual-Reality-Brillen trotzdem in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden.

Mehr zum Förderprogramm: https://bildungsklick.de/aus-und-weiterbildung/meldung/digitale-medien-als-helfer-bei-der-inklusion/

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REHADAT-Stand auf der Messe REHAB

Vom 11. bis 13. Mai 2017 findet in Karlsruhe die Messe REHAB zu den Themen Rehabilitation, Therapie, Inklusion und Pflege statt. Auf der Messe können Sie sich über aktuelle Trends der Rehatechnik, Innovationen der Hilfsmittelindustrie und neue Therapiemöglichkeiten informieren sowie Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen. Hier finden Sie die Messe-Homepage: www.rehab-karlsruhe.com.

Tipp: Auch REHADAT ist auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten. Sie finden uns in Halle 1 mit der Standnummer A37. Wir freuen uns über Ihren Besuch und zeigen Ihnen gerne, was es Neues bei uns gibt!

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Die Adresse dient nur dem Versand des Newsletters. Haben Sie Kritik oder Vorschläge? Dann schreiben Sie an: brockhagen@iwkoeln.de.

Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.