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REHADAT-Newsletter 3 / 2015

(Den angepassten Newsletter in leichter Sprache finden Sie hier: PDF, 309 KB)

Köln, 28. Mai 2015

Neue REHADAT-Broschüren: Beruflich erfolgreich mit Multipler Sklerose oder mit Inkontinenz

Wie Berufstätige trotz einer schweren Krankheit erfolgreich arbeiten können, zeigen zwei neue Broschüren, die REHADAT im Rahmen seiner Wissensreihe veröffentlicht:

  • "Und manchmal kribbeln meine Beine. Wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Multipler Sklerose gestalten lässt" und
  • "Über sowas kann man nicht sprechen? Wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Inkontinenz gestalten lässt".

Im Fokus der Broschüren steht, wie sich die Krankheiten auf das Berufsleben auswirken. Und sie beantworten Fragen: Zum Beispiel, ob der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber über die Krankheit informieren muss, wie das Arbeitsumfeld gestaltet werden kann oder welche Hilfsmittel eingesetzt werden können.

REHADAT will mit seiner neuen Wissensreihe praxisnah darstellen, wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Erkrankung konkret gestalten lässt. Basiswissen und Lösungen für individuelle Arbeitsgestaltungen werden vermittelt.

Die Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Arbeitnehmer sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Erkrankung oder Behinderung beteiligt sind.

Hier können Sie den Download der Broschüren finden: www.rehadat-hilfsmittel.de/de/infothek/infoblaetter-behinderungen-erkrankungen.

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Aktuelle Zahlen in REHADAT-Statistik

Wussten Sie, dass 2013 in Deutschland 10,2 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Behinderung lebten, wovon der größte Teil schwerbehindert (7,5 Mio.) war? Und wussten Sie, dass 2013 die Beschäftigungsquote von schwerbehinderten Arbeitnehmern in Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern auf 4,7 Prozent (nämlich 986.724 schwerbehinderte und gleichgestellte Personen) gestiegen ist?

Wenn nicht, finden Sie diese und andere aktuelle Informationen zum Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes und zur Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit im Portal www.rehadat-statistik.de.

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Urteil: Höherstufung des GdB bei Diabetes

Der 1968 geborene Kläger, der an einem insulinpflichtigen Diabetes Mellitus Typ 1 leidet, hatte auf die Höherstufung seines zuerkannten Grades der Behinderung auf 50 geklagt. Sozialgericht und Landessozialgericht hatten Klage und Berufung zurückgewiesen. Auch die Revision beim Bundessozialgericht hatte im Dezember 2014 keinen Erfolg. Danach sind nicht nur bestimmte Beurteilungskriterien notwendig (täglich mindestens vier Insulininjektionen, selbständige Variierung der Insulindosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung), sondern es ist darüber hinaus eine gravierende Beeinträchtigung in der Lebensführung (ausgeprägte Teilhabebeeinträchtigung) Voraussetzung.

Mehr Details, auch zum Beispiel die Abweichungen des Bundessozialgericht zum Urteil des Landessozialgerichts, finden Sie bei REHADAT im Volltext mit dem Aktenzeichen B 9 SB 2/13 R.

Zu den Schlagworten GdB und Diabetes finden Sie bei REHADAT 45 Urteile und 9 Literaturhinweise.

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Schon mitgemacht? Umfrage "Mit dem Rollstuhl im Job"

Haben Sie sich schon an der Umfrage für berufstätige Rollstuhlfahrer beteiligt? REHADAT befragt noch bis Ende Juni berufstätige Menschen und Auszubildende, die während ihrer Arbeit einen Rollstuhl nutzen. Ziel der Umfrage ist es, mehr über die Arbeitssituation von Rollstuhlnutzern und deren Erfahrungen im Beruf herauszufinden. Über Ihre Beteiligung würden wir uns sehr freuen.

Hier können Sie den Online-Fragebogen "Mit dem Rollstuhl im Job" aufrufen: REHADAT-Umfrage.

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Integrationsvereinbarungen aktualisiert

REHADAT hat seine Sammlung von Integrationsvereinbarungen aktualisiert - Sie finden jetzt 138 Vereinbarungen aus unterschiedlichen Branchen. Dabei handelt es sich um Einzelvereinbarungen für Betriebe und Dienststellen oder um Gesamtvereinbarungen für Konzerne oder Obere Behörden.

In Integrationsvereinbarungen nach § 83 SGB IX vereinbaren Arbeitgeber und die Interessenvertretungen schwerbehinderter Mitarbeiter, Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation.

Hier geht es zu den Integrationsvereinbarungen: www.rehadat-gutepraxis.de/de/integrationsvereinbarungen.

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Mehr Fach- und Inklusionsberater bei den Kammern

Die Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Landwirtschaftskammern beraten ihre Mitgliedsunternehmen auch zum Thema Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Bei einigen Kammern stehen spezielle Fach- bzw. Integrationsberater zur Verfügung, die über finanzielle Hilfen, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen rund um die Beschäftigung und Inklusion schwerbehinderter Menschen informieren. Die Anzahl der Fachberater wächst derzeitig stetig an.

Alle Ansprechpartner finden Sie in der REHADAT-Adressendatenbank mit dem Schlagwort Kammer-Fachberatung.

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Kurzfilm "Zusammenarbeit" im Internet

Der Westdeutsche Handwerkskammertag hat gemeinsam mit der Handwerkskammer Düsseldorf und der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg im Rahmen des Projektes "Wissenstransfer Inklusion" den Kurzfilm "Zusammenarbeit" produziert, der zeigt, dass sich die Integration von Menschen mit Behinderung in den täglichen Prozess der Leistungserstellung mit einfachen Mitteln bewerkstelligen lässt und es für alle Beteiligten ein großer Gewinn ist.

Hier finden Sie den Film in verschiedenen Fassungen: https://www.youtube.com/user/whkt (Standard, mit Gebärdensprache und mit Audiodeskriptoren).

Hintergründe zum Projekt "Wissenstransfer Inklusion" können Sie bei REHADAT-Forschung unter der Referenznummer R/FO125503 nachlesen. Alle Projekte der Kammern finden Sie mit dem Suchbegriff "Kammer".

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Gebärdensprachvideos zum Thema BAföG

Das Studentenwerk Berlin hat seine Informationen zum Thema BAföG für Menschen mit Hörbehinderung jetzt auch als Videos in Gebärdensprache im Internet veröffentlicht. Hier finden Sie die Einstiegsseite mit den häufigsten Fragen und Antworten - die Videos befinden sich jeweils am Ende der Seite: https://www.studentenwerk-berlin.de/studienfinanzierung/bafoeg/infos/kurzinfo/index.html

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Neue Initiative der Berufsförderungswerke: 360 Grad

360 Grad heißt die neue Initiative der vier Berufsförderungswerke in Düren, Halle, Mainz und Würzburg. Die Initiative vermittelt und bietet bundesweit Know-how und Services u.a. zu den Themen berufliche Sehanforderungen, betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Gesundheitsförderung und sehergonomische Arbeitsplatzgestaltung an. Das Angebot richtet sich an Arbeitgeber, Augenärzte und Arbeitsmediziner.

Hier finden Sie mehr Informationen: http://www.360grad-experten.de.

Tipp: Sie interessieren sich für alle Angebote und Leistungen der Berufsförderungswerke? Dann stöbern Sie doch mal in REHADAT-Adressen mit dem Schlagwort "Berufsförderungswerk"!

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INCOBS testet Vergrößerungs-Apps

Es gibt eine Reihe von Smartphone-Apps, die den klassischen elektronischen Lupen Konkurrenz machen. Sie nutzen die im Smartphone eingebaute Kamera, um Gedrucktes vergrößert darzustellen. Zum Teil gibt es auch die Möglichkeit, ein Standbild aufzunehmen und dieses weiter zu vergrößern und durch Verschieben zu lesen. Einige Apps bieten auch verschiedene Kontrastmodi, z.B. eine Farbumkehr.

INCOBS ist ein Projekt, das über Technologien für blinde und sehbehinderte Menschen informiert.

Das Ergebnis von 9 getesteten Vergrößerungs-Apps finden Sie hier: http://www.incobs.de/tests/items/vergroesserungs-apps.html.

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Interessante Lektüre

Kennen Sie schon diese neuen Veröffentlichungen?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen hat ein Spezialheft zum Thema "Finanzielle Leistungen" herausgegeben. Hier können Sie nachlesen, welche vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung es gibt. Download hier: www.integrationsaemter.de/publikationen/65c54/index.html.

Die neue Publikation "Inklusion in der beruflichen Ausbildung" der Friedrich-Ebert-Stiftung gibt einen Überblick über die aktuelle Situation in der beruflichen Bildung für Menschen mit Behinderung, über rechtliche Fragen und mögliche nächste Schritte. Die Autoren zeigen Wege auf, wie Berufsorientierung, Berufsberatung und die Vermittlung von Ausbildungsstellen gelingen können - auch und gerade zum Abbau von Barrieren. Download hier: www.fes.de/themen/bildungspolitik/schwerpunktthema-inklusion.php.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen e. V. (bag-if) hat ihr neues Positionspapier "Inklusion durch Arbeit: Mehr Teilhabe im allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen" veröffentlicht. Daran erklärt sie die wichtigsten Positionen des Verbandes. Download hier: www.bag-if.de/2015/04/positionen-der-bag-if-veroeffentlicht.

Tipp: Reichlich Lesestoff finden Sie in der REHADAT-Literaturdatenbank mit mittlerweile fast 30.000 Veröffentlichungen!  

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Preise, Preise, Preise

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Plätze frei in REHADAT-Seminaren

Es gibt noch freie Plätze für das REHADAT-Kompaktseminar "Berufliche Teilhabe gestalten" am 23. September bzw. 18. November 2015 und für das Seminar "Hilfsmittel - Welche gibt es und wer zahlt?" am 19. November 2015. Die Seminare sind eintägig und finden in Köln (fußläufig Hbf) statt.
Mehr Informationen hier: www.rehadat.info/de/seminare/index.html.

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REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
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Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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