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REHADAT-Newsletter 3 / 2016

Köln, 19. Mai 2016

Mobil und barrierefrei: GKV-Hilfsmittelverzeichnis bei REHADAT im neuen Layout

Unter www.rehadat-gkv.de ist das Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei REHADAT im neuen Design, barrierefrei und mit mobilen Endgeräten abrufbar.

Die neue Internetseite passt sich automatisch der Größe und Auflösung des Displays an und ist somit mit Desktop-Computern, Tablets oder Smartphones barrierefrei nutzbar. Aufbau und Programmierung der Seiten sind für die Anwendung mit so genannten Screenreadern optimiert.

Das Hilfsmittelverzeichnis wird vom GKV-Spitzenverband erstellt und regelmäßig fortgeschrieben. Darin sind Produkte gelistet, die prinzipiell unter die Leistungspflicht der Gesetzlichen Kranken- oder Pflegeversicherung fallen. REHADAT übernimmt die im Bundesanzeiger veröffentlichten Aktualisierungen des Verzeichnisses.

Im GKV-Hilfsmittelverzeichnis bei REHADAT kann über die Klassifikation oder über Eingabefelder nach Hersteller, Positionsnummer oder Produkt gesucht werden. Nutzer können sich zudem per E-Mail benachrichtigen lassen, wenn Aktualisierungen im Verzeichnis bei REHADAT aufrufbar sind.

Hier finden Sie die Internetseite: www.rehadat-gkv.de

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Urteil: Rentenversicherung muss Kosten für höhenverstellbaren Schreibtisch übernehmen

Der 196 cm große Kläger, bei dem degenerative Veränderungen aller Wirbelsäulenabschnitte bestehen, benötigt nach einer betriebsärztlichen Stellungnahme aus gesundheitlichen Gründen einen täglich mehrfach, z.B. elektrisch, höhenverstellbaren Schreibtisch. Er beantragte diesen bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger. Diesem legte er auch eine Bescheinigung vor, nach der sich der Arbeitgeber nicht an den Anschaffungskosten beteiligen würde. Der Rentenversicherungsträger lehnte die Kostenübernahme ab, weil die Erwerbsfähigkeit des Klägers nicht erheblich gemindert oder gefährdet sei.

Das Landessozialgericht entschied im März 2016 letztendlich, dass der Rentenversicherungsträger zu Kostenübernahme verpflichtet ist. Die Begründung lesen Sie in REHADAT-Recht mit dem Aktenzeichen L 6 R 504/14.

In REHADAT-Recht finden Sie 80 weitere Urteile zur Zuständigkeit der Rentenversicherung für die Hilfsmittelversorgung.

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Job-Coaching löst Probleme am Arbeitsplatz

Lösungen für Arbeitsplatz-Probleme von Arbeitnehmern mit Schwerbehinderung werden am besten vor Ort im Betrieb gefunden - hier setzt das Job-Coaching an. Dabei handelt es sich um eine individuelle Unterstützung von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz. Das Job-Coaching findet unmittelbar in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts statt, der Job-Coach steht also in direktem Kontakt mit allen Beteiligten im Betrieb – mit dem betroffenen Arbeitnehmer, mit Vorgesetzten, Kollegen, Personalverantwortlichen etc.

Job-Coaches können aufgrund ihrer allparteilichen, externen Rolle sowie ihres praxisnahen Ansatzes einen wichtigen Beitrag leisten, gemeinsame Lösungen zu finden. Job-Coaching wird durch unterschiedliche Kostenträger finanziert, insbesondere durch Integrationsämter und lokale Fürsorgestellen.

REHADAT-talentplus Lexikon: Betriebliches Arbeitstraining / Job Coaching

Literatur zum Thema Job-Coaching: REHADAT-Literatur

Beispiele zum Job-Coaching aus der Praxis: REHADAT-Gute Praxis

Job-Coaching-Weiterbildung für Ergotherapeuten: www.dve.info (Download)

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REHADAT-Werkstätten: Von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Von der Werkstatt für behinderte Menschen zur Anstellung als Umzugshelfer - lesen Sie in REHADAT-Werkstätten, wie der Übergang für einen Mann mit einer Lernbehinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen kann. Klicken Sie hier: www.rehadat-wfbm.de

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DeafMentoring - Eingliederung von Menschen mit einer Hörbehinderung ins Arbeitsleben

Um Menschen mit einer hochgradigen Hörbehinderung die Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen, soll im Projekt DeafMentoring der Uni Köln ein Mentoren-Unterstützungssystem entwickelt und etabliert werden: Menschen mit einer Hörbehinderung, die beruflich gut integriert sind, dienen als Expertinnen und Experten, die anderen hörbehinderten Menschen Wege aufzeigen, um erfolgreich mit den Beeinträchtigungen und Hürden umzugehen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie in REHADAT-Forschung mit der Referenznummer R/FO125725.

In REHADAT-Forschung finden Sie über 60 Projekte und wissenschaftliche Studien, die sich mit ihren Angeboten und Konzepten auf die Zielgruppe der hörbehinderten und gehörlosen Menschen beziehen. 

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Der Anpassungsfinder - wie Hilfsmittel für Menschen mit Sehbehinderung angepasst werden können

Mithilfe von Software können Hilfsmittel blinder und sehbehinderter Menschen im beruflichen Umfeld angepasst werden. Diese Hilfsmittelanpassungen werden zukünftig in der Web-Anwendung "Anpassungsfinder" von INCOBS dokumentiert.

Betroffene, betriebliche Entscheider und Kostenträger sollen dann nachschauen können, welche Software von wem bereits einmal an die Hilfsmittel blinder und sehbehinderter Menschen angepasst wurde. Künftig sollen auch Standardprogramme erfasst werden, die ohne spezielle Anpassungen auskommen.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.incobs.de/artikel/items/anpassungsfinder-intro.html

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IAB-Studie: Reha-Verfahren helfen beim Berufseinstieg

Derzeit werden rund 120.000 junge Menschen mit Behinderung von der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der beruflichen Ersteingliederung gefördert. Ziel ist, ihnen eine Ausbildung oder den Arbeitsmarkteinstieg zu ermöglichen.

Knapp 50 Prozent der Geförderten beginnen im Rahmen des Rehabilitationsverfahrens eine Berufsausbildung, häufig mit einer vorgeschalteten berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Ein Jahr nach dem Abschluss der Ausbildung im Rahmen des Reha-Verfahrens sind 50 Prozent der jungen Teilnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Mehr Informationen bei REHADAT-Statistik: www.rehadat-statistik.de/de/Leistungen/BA_Leistungen/iab_kurzbericht/index.html

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Jetzt bewerben für CSR-Preis der Bundesregierung

Bereits zum dritten Mal zeichnet die Bundesregierung mit dem Corporate Social Responsibility-Preis verantwortungsvolles Handeln in der Wirtschaft aus. Bewerben können sich Unternehmen aller Branchen und Größen. Zum Abschluss des Wettbewerbs erhält jeder Teilnehmer eine individuelle Auswertung, die das Unternehmen im Bewerberfeld einordnet und Orientierung für die Weiterentwicklung der eigenen CSR-Strategie gibt. Beispielsweise hat 2013 unter anderem ein kleines Handwerksunternehmen gewonnen, das sich mit dem Projekt der altersgemischten Teams "Alte Hasen, junge Hüpfer" erfolgreich um die Gesunderhaltung älterer Mitarbeiter und um den Wissenstransfer im Unternehmens verdient gemacht hat.

Die Bewerbungsfrist für Unternehmen endet am 15. Juni 2016. Mehr Informationen: www.csr-in-deutschland.de/DE/CSR-Preis/csr-preis.html

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Fachtagung "Schnittstelle Rehabilitation und Arbeitswelt" in Kassel

Die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen veranstaltet am 21.09.2016 in Kassel eine Fachtagung unter dem Titel "Schnittstelle Rehabilitation und Arbeitswelt - Betriebliches Eingliederungsmanagement / Stufenweise Wiedereingliederung".

Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation stellt die Rückkehr an den Arbeitsplatz und die Teilhabe am Arbeitsleben in den Vordergrund. Die Zusammenarbeit von Rehabilitationseinrichtungen und Betrieben wirkt dabei als wichtiger Indikator erfolgreicher Reintegration. Die rechtliche Verortung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), die aktuelle Rechtsprechung sowie die Möglichkeiten der verschiedenen Akteure sind zentrale Themen der Veranstaltung.

Programm und Anmeldung finden Sie hier: http://dvsg.org/dvsg-fortbildungen/fachtagung-schnittstelle-rehabilitation-und-arbeitswelt

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IRMA - Internationale Reha- und Mobilitätsmesse für Alle

Vom 17. bis 19. Juni 2016 findet in den Hamburger Messehallen die internationale Reha-, Reise- und Mobilitätsmesse für Alle - IRMA statt. 110 Aussteller zeigen auf knapp 8.900 Quadratmeter Ausstellungsfläche alles, was Menschen mit Behinderung das Leben und den Alltag erleichtert. Dazu zählen zum Beispiel rollstuhlgerechte Pkw-Umbauten, Rollstühle, Handbikes, Rollatoren und Pflegehilfsmittel.

Wichtig für viele Besucher sind auch die Themen "Barrierefreies Bauen und Wohnen" sowie "Behinderung und Beruf". So informieren zum Beispiel Arbeitsagentur und Integrationsamt über Jobmöglichkeiten, Aus- und Weiterbildung für Menschen mit Handicap sowie Fördermöglichkeiten bei der Einrichtung behinderungsgerechter Arbeitsplätze.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.escales-verlag.de/mobilitaetsmesse/index.html

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Neue Umfrage zur Studiensituation von Menschen mit Behinderung gestartet

Studierende mit Beeinträchtigungen sollen im Wintersemester 2016/2017 erneut bundesweit zu ihrer Studiensituation befragt werden. Die Befragung soll zeigen, wo Barrieren und Benachteiligungen für diese Studierenden bestehen, welche Hürden seit der ersten Befragung im Jahr 2011 abgebaut wurden und welche seither eventuell neu entstanden sind.

Die Erhebung führen das Deutsche Studentenwerk und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) in Kooperation mit dem Institut für höhere Studien Wien (IHS) durch. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert die Studie "best2" wie auch schon ihre Vorgängerbefragung "best1".

Hier geht es zur Umfrage: http://best-umfrage.de/

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Seminar-Unterlagen "Nachteilsausgleichsregelungen für das Studium"

Anfang des Jahres fand das IBS-Seminar "Nachteilsausgleichsregelungen für das Studium" statt. Die Vorträge und Handouts sind jetzt auf den Internetseiten der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) dokumentiert. Die Materialien bieten Wissenswertes zu den konzeptionellen und rechtlichen Grundlagen des Nachteilsausgleichs, zum Verfahren sowie zu möglichen Maßnahmen zur Gestaltung und Anpassung von Lehrveranstaltungen, Studienverlauf und Prüfungen.

Hier finden Sie die Dokumentation: www.studentenwerke.de/de/tagungsdokumentationen#2016

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REHADAT-Seminare in Köln

Sie möchten die Inhalte von REHADAT genauer kennenlernen? Dann besuchen Sie doch eins unserer Seminare in Köln:

Die Seminare können Sie kombiniert oder einzeln buchen.

 

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.