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REHADAT-Newsletter 4 / 2016

Köln, 26. Juli 2016

Urteil: Krankenkasse muss Mehrkosten für Hörgeräte übernehmen

Ein hochgradig schwerhöriger Mann verklagte seine Krankenkasse zur Übernahme der über den Festbetrag hinausgehenden Mehrkosten für eine Hörgeräteversorgung. Das Sozialgericht Aachen verurteilte die Krankenkasse zur Übernahme der Mehrkosten, obwohl eine zuzahlungsfreie Hörgeräteversorgung beim Sprachtest des Akustikers kaum schlechter abgeschnitten hatte.

In seiner Begründung relativiert das Gericht die Bedeutung objektiver Messergebnisse. Der geladene Hörgeräteakustiker sagte u.a., dass sich im Messlabor nicht feststellen lasse, mit welchem Hörgerät der beeinträchtigte Mensch in großen Räumen bzw. bei störenden Umgebungsgeräuschen besser hören könne. Außerdem hatte der Kläger mit einem Hörtagebuch eine wesentliche Grundlage dafür geschaffen, den von ihm subjektiv empfundenen Unterschied glaubhaft nachvollziehbar zu machen.

Das vollständige Urteil finden Sie in REHADAT-Recht mit dem Aktenzeichen S 13 KR 315/14.

Mit den Schlagworten "Hörgerät UND Kostenübernahme" können Sie aktuell 146 Urteile bei REHADAT aufrufen.

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Branchensuche Integrationsfirmen: Praktisch und komfortabel

Innerhalb des Portals REHADAT- Angebote und Adressen ist als neuer Service eine Branchensuche Integrationsfirmen eingerichtet. Über 800 Integrationsfirmen bundesweit können nun komfortabel über ihre Dienstleistungen und Angeboten gefunden werden.

Integrationsfirmen bieten für behinderte Menschen Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung und ermöglichen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter liegt in Integrationsfirmen zwischen 25 und 50 Prozent und ist damit höher als in anderen Unternehmen. Weitere wichtige Informationen und Adressen zum Thema finden Sie im Portal Adressen und Angebote in der Rubrik Integrationsfirmen.

Hier geht es direkt zur neuen Branchensuche Integrationsfirmen.

Tipp: Das Verzeichnis der Integrationsfirmen als PDF-Datei ist frisch aktualisiert worden und kann hier heruntergeladen werden

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Infos über Werkstätten für behinderte Menschen: Aktualisiertes Verzeichnis

Sie möchten wissen, welche Werkstatt für behinderte Menschen in Ihrer Nähe Gartenpflege anbietet, Brennholz verkauft oder Partyservice im Angebot hat? Dann blättern Sie doch mal im Verzeichnis der anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen, das REHADAT für die Bundesagentur für Arbeit aktualisiert hat. Im Verzeichnis sind die Leistungen der einzelnen Werkstätten nach Auftragsarbeiten und Produkten gegliedert und aufgelistet.

Hier können Sie das Verzeichnis herunterladen: www.rehadat-wfbm.de/externe-downloads/BA_Werkstaettenverzeichnis_pdf.

Alle Informationen über die Werkstätten können Sie selbstverständliche auch im Portal www.rehadat-wfbm.de finden.

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REHADAT im Herbst auf der REHACARE

Vom 28. September bis 1. Oktober 2016 findet in Düsseldorf wieder die Messe REHACARE statt - die internationale Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege.

Auch REHADAT ist auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten. Sie finden uns im Themenbereich "Menschen mit Behinderung und Beruf" in Halle 3 mit der Standnummer E 85. Wir zeigen Ihnen vor Ort gerne, wie Sie REHADAT am besten für sich nutzen können und welche Neuigkeiten Sie bei uns finden. Besuchen Sie auch einen unserer REHADAT-Vorträgg am 28. oder 29. September im CCD Süd!

Mehr Informationen: www.rehacare.de.

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BMAS veröffentlicht NAP 2.0

Mit der im Juni veröffentlichten, zweiten Auflage des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - kurz NAP 2.0 - fördert die Bundesregierung die Inklusion von Menschen mit Behinderungen durch gezielte Maßnahmen auf der Bundesebene weiter. Der NAP 2.0 setzt auf den ersten Aktionsplan aus dem Jahr 2011 auf und enthält 175 Maßnahmen in 13 Handlungsfeldern. Erstmals bringen sich nun auch alle Bundesressorts mit unterschiedlichen Aktivitäten, Projekten und Initiativen in den Aktionsplan ein.

Der NAP 2.0 legt einen besonderen Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Mehr Informationen zum NAP 2.0 finden Sie auch bei REHADAT im Lexikon von REHADAT-talentpluswww.talentplus.de/lexikon/N/nationaler_aktionsplan.html und im Portal REHADAT-Werkstätten: www.rehadat-wfbm.de/de/nachrichten/Thema-WfbM-im-Nationalen-Aktionsplan-2.0

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Umfrage: "Soll ich am Arbeitsplatz erzählen, dass ich chronisch krank bin?"

Viele Beschäftigte arbeiten mit einer körperlichen oder psychischen chronischen Erkrankung, die von außen nicht sichtbar ist. Wenn zudem kein unmittelbarer Zusammenhang zur Arbeitstätigkeit besteht, müssen die Betroffenen selbst entscheiden, ob sie über ihre Erkrankung mit Kollegen und Vorgesetzten sprechen möchten.

Obwohl viele Menschen vor dieser Entscheidung stehen, sind deren Beweggründe und Rahmenbedingungen bislang kaum bekannt. Eine Befragung der Universität Köln soll einen Einblick in die Gedanken, Hoffnungen und Befürchtungen von Menschen liefern, die bereits selbst Erfahrungen mit dem Thema gemacht haben. Die Erkenntnisse der Umfrage sollen Personen in ähnlichen Entscheidungsprozessen unterstützen.

Wenn Sie eine chronischen Erkrankung haben, können Sie sich bis Ende August an der Umfrage beteiligen. Hier geht es zur Umfrage: https://www.soscisurvey.de/offenbarung.

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Jetzt bewerben für den Inklusionspreis der Wirtschaft

Mit dem "Inklusionspreis der Wirtschaft" prämiert das UnternehmensForum besonders gute Beispiele für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Ausgezeichnet werden Best-Practice-Beispiele zur:

  • Ausbildung und Einstellung von Menschen mit Behinderungen
  • Weiterbeschäftigung von leistungsgewandelten Beschäftigten und
  • Erhaltung von Beschäftigungsfähigkeit.

Unterstützt wird der Preis von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesagentur für Arbeit sowie von der Charta der Vielfalt.

Bis zum 15. Oktober 2016 können sich Unternehmen für den Preis bewerben. Die Preisverleihung findet am 16. Februar 2017 in Berlin statt. Mehr Informationen hier: www.inklusionspreis.de

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Was bringt berufliche Rehabilitation?

Im Juli ist in der IAB-Bibliothek ein neues Buch erschienen, das sich mit einer Studie zum Thema "Berufliche Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen" beschäftigt. Die Autorin Nancy Reims gibt in der Veröffentlichung einen systematischen Überblick zu dem komplexen Thema der beruflichen Erst- und Wiedereingliederung von Rehabilitanden. Darüber hinaus bietet sie empirische Ergebnisse zu den Auswirkungen von beruflicher Rehabilitation auf Erwerbseintritt, Verbleib im Arbeitsmarkt und die subjektive Gesundheit von Menschen mit Behinderungen.
Hier können Sie die Veröffentlichung bestellen: http://www.iab.de/651/section.aspx/Publikation/k160613301.

Im Portal REHADAT-Forschung finden Sie 36 Projekte, die Ergebnisse von Konzepten und Maßnahmen der beruflichen und akademischen Bildung sowie der beruflichen Rehabilitation untersuchen: www.rehadat-forschung.de/de/ausbildung-qualifizierung-und-berufliche-reha-massnahmen/massnahmenerfolge-effekte/index.html.

Im Portal REHADAT-Literatur können Sie nach der Dokumentart "Forschungsergebnis" recherchieren und finden alleine für das Jahr 2016 schon über 100 Treffer: www.rehadat-literatur.de.

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Analyse des Arbeitsmarktes für schwerbehinderte Menschen 2015

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre jährliche "Analyse des Arbeitsmarktes für schwerbehinderte Menschen" für 2015 veröffentlicht.

Lesen Sie dort z.B., dass die Zahl der (bei Arbeitgebern mit zwanzig oder mehr Arbeitsplätzen) schwerbehinderten Beschäftigten von 2013 bis 2014 um 27.000 auf 1.014.000 gestiegen ist. Oder dass im Jahr 2015 60.000 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik teilgenommen haben. Oder dass die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in 2015 um 1 Prozent auf 179.000 gesunken ist.

Der Analyse liegen verschiedene Quellen zugrunde: der Mikrozensus, die Statistik über schwerbehinderte Menschen und von der BA selbst geführte Statistiken (Statistik zum Anzeigeverfahren, Arbeitslosenstatistik, Förderstatistik). Folgende Kategorien werden untersucht: Bevölkerung, Beteiligung am Erwerbsleben, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik.

Hier können Sie den Bericht abrufen: statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201512/analyse/analyse-arbeitsmarkt-schwerbehinderte/analyse-arbeitsmarkt-schwerbehinderte-d-0-201512-pdf.pdf

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Werkzeugkasten zur Überprüfung von Apps entwickelt

Studierende der Rehabilitationspädagogik der TU Dortmund haben ein Projekt zum Thema "Teilhabe durch die Qualität von Apps in der Rehabilitation" durchgeführt.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen:

  • Für alle Nutzer von Apps gibt es den DIEBE-Guide, mit dem die Qualität von Apps bewertet werden kann.
  • Für alle Entwickler steht eine CHECK-Liste bereit, die die Qualität der App im Entwicklungsprozess überprüft.
  • Allen Interessierten steht der vollständige App-Qualitätskriterienkatalog mit ausführlicher Beschreibung zu den einzelnen Inhalten zur Verfügung.

Mehr Informationen und alle Ergebnisse finden Sie hier: http://www.rehatechnologie.fk13.tu-dortmund.de/rehapp

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Weiterbildung zum Prozessplaner Inklusion

Die Technische Hochschule Köln bietet ab Herbst wieder eine interdisziplinäre Weiterbildung zum/zur ProzessplanerIn Inklusion an.

Durch Nutzung von verschiedenen fachlichen Ansätzen (Sozialwissenschaften, Architektur und Stadtplanung, Design, Mobilitäts- und Verkehrsplanung und Wirtschaftswissenschaften) sollen Kompetenzen erworben werden, Inklusion erfolgreich zu gestalten.

Die Weiterbildung richtet sich z. B. an Mitarbeiter von Kommunen, gewerblichen Unternehmen, Wohlfahrtsverbänden, Schulen und an alle, die Inklusion gestalten wollen.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.th-koeln.de/weiterbildung/strategien-zur-inklusion_287.php

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REHADAT-Seminare in Köln

Sie möchten die Inhalte von REHADAT genauer kennenlernen? Dann besuchen Sie doch eins unserer Seminare in Köln.

Am 21.09. und 23.11.2016 findet das "REHADAT-Kompaktseminar: Berufliche Teilhabe gestalten" statt. Das Seminar richtet sich an Praktiker, die einen Überblick über die Grundlagen der beruflichen Teilhabe behinderter Menschen erhalten wollen.

Mehr Informationen hier: www.rehadat.info/de/seminare/index.html.

Achtung: Die Seminartermine für 2017 - auch für unsere Seminare zum Thema Hilfsmittel - veröffentlichen wir in Kürze auf unserer Homepage.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.