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REHADAT-Newsletter 5 / 2013

Köln, 16. September 2013

Neuer Einstieg zum REHADAT-Informationssystem

Die REHADAT-Einstiegsseite www.rehadat.de hat ein neues Gesicht. Die neue Homepage erleichtert den Überblick über die REHADAT-Angebote: Die REHADAT-Portale und Datenbanken sind über einen Klick erreichbar. Außerdem finden Sie weitere praktische und wichtige Infos z. B. den REHADAT-Newsletter, Hilfsmittel-Seminare, Veranstaltungstermine und vieles mehr. Werfen Sie doch mal einen Blick auf www.rehadat.de!

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Vorbildlich barrierefrei: REHADAT-Hilfsmittelportal

Das Portal REHADAT-Hilfsmittel ist in die Liste 90plus der vorbildlichen Webangebote aufgenommen worden. Das Projekt BIK - barrierefrei informieren und kommunizieren - testet Internetangebote von Unternehmen und Verwaltungen umfassend auf ihre Barrierefreiheit. Das REHADAT-Portal hat bei dem Test mit 94 von 100 möglichen Punkten sehr gut abgeschnitten. An den fehlenden 6 Punkten arbeiten wir!

Hier finden Sie die 90plus-Liste und den Prüfbericht.

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Urteil: auch Beschäftigungsgesellschaften sind zur Ausgleichsabgabe verpflichtet

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat im Mai entschieden, dass auch Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften verpflichtet sein können, eine Ausgleichsabgabe zu entrichten, weil Sie nicht genügend schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

Geklagt hatte eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, die das von Entlassung bedrohte Personal von Unternehmen, die Werke oder Betriebe schließen müssen, übernimmt. Ihre Aufgabe ist es, die Arbeitnehmer in neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln und für eine andere berufliche Tätigkeit zu qualifizieren. Die Klägerin hält sich nicht für abgabepflichtig, weil sie sich das übernommene Personal nicht aussuchen könne und ihre Beschäftigten keine "Arbeitsplätze" im Sinne des § 73 SGB IX innehätten.

Das Bundesverwaltungsgericht sah das anders und argumentierte u.a., dass bei den übernommenen Transferkurzarbeitern zwar keine Beschäftigung im üblichen Sinne stattfände, die Qualifizierung dieser Arbeitnehmer jedoch ebenfalls den Beschäftigungsbegriff im Sinne des § 73 SGB IX erfülle.

Die vollständige Begründung des Gerichts können Sie in der REHADAT-Datenbank Recht im Urteil mit dem Aktenzeichen 5 C 20.12 nachlesen.

Mit dem Schlagwort Ausgleichsabgabe finden Sie bei REHADAT 165 weitere Urteile zu diesem Thema.

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Hilfreich für Menschen mit Sehbehinderung: Sprechender Fernseher

Panasonic hat einen sprechenden Fernseher auf den Markt gebracht. Blinde und sehbehinderte Menschen können damit unabhängig von ihrem Restsehvermögen selbständig ihr Lieblingsprogramm finden, über den elektronischen Programmführer neue Sendungen entdecken und deren Beschreibung anhören. Man kann zwischen den einzelnen Programmen umschalten, ohne sich die Reihenfolge der Sender merken zu müssen, die Audiodescription aktivieren, einen Aufnahmetimer setzen und die aufgenommene Sendung wieder abspielen. Den Fernseher finden Sie im REHADAT-Hilfsmittelportal mit der Referenznummer M/26342.

Andere Hilfsmittel, die beim Fernsehen unterstützen, finden Sie mit dem Schlagwort fernseh*.

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Aus der Praxis: Arbeitsplatzgestaltung für einen Referendar mit einer Halbseitenlähmung

Der Lehrer, der infolge einer Hirnblutung halbseitig gelähmt ist, kann die konventionelle Schultafel nur noch sehr mühsam nutzen. Deshalb wurde die Tafel durch ein interaktives Whiteboard ersetzt, Lautsprecher sowie ein Beamer fest installiert und der Referendar mit einem Laptop sowie einer Dokumentenkamera ausgestattet. Die Unterrichtsinhalte lassen sich so auf dem Laptop zu Hause vorbereiten und über den Beamer auf das Whiteboard im Klassenraum projizieren. Wie auch bei einer sonst üblichen Tafel können Inhalte direkt über das Laptop oder interaktiv über die Fläche des Whiteboards (wie bei einem Touchscreen) verändert werden.

Weitere Details zu dieser Arbeitsplatzgestaltung und -organisation können Sie in der REHADAT-Datenbank Praxisbeispiele mit der Referenznummer Pb/110812 nachlesen. Insgesamt finden Sie 45 Praxisbeispiele aus dem Bereich Schule und 9 Beispiele mit der Behinderung Halbseitenlähmung.

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Unternehmen stellen sich vor: Interviews bei REHADAT-talentplus

REHADAT-talentplus veröffentlicht ab sofort Interviews mit Arbeitgebern, die sich besonders für Menschen mit Behinderungen in ihren Betrieben engagieren.

Wir fragen nach, warum Arbeitgeber Menschen mit Behinderung beschäftigen und wie sie am besten integriert werden können. Wie zum Beispiel das Betriebliche Eingliederungsmanagement durchgeführt wird, welche Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung getroffen wurden oder welche finanziellen Förderungen möglich waren.

Hier finden Sie die ersten beiden Interviews mit dem Stahlwerk Dirostahl und der Deutschen Telekom.

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Gesammelt: Aktionspläne zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Bund, Länder, Städte und Unternehmen: sie alle haben Aktionspläne verfasst, die die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention konkretisieren und voran bringen sollen. Mit dem Schlagwort " Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK" können Sie diese in der REHADAT-Literatur-Datenbank finden.

Die UN-Behindertenrechtskonvention selbst sowie 43 Urteile, die auf die Konvention Bezug nehmen, finden Sie ebenfalls in REHADADAT - in der Datenbank Recht.

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REHADAT auf der Rehacare in Düsseldorf

REHADAT ist auf der Rehacare 2013 mit einem eigenen Stand vertreten. Sie finden uns in Halle 3 am Stand E 75 im Themenpark "Menschen mit Behinderung und Beruf". Gerne zeigen wir Ihnen unsere Neuigkeiten oder unterstützen Sie bei der Recherche. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Im Rahmen der Messe präsentieren wir REHADAT am Mittwoch, den 25.09.2013 von 13:30 bis 14:30 Uhr im CCD Süd, Pavillon, Raum 15. Der Titel lautet: "Die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung und das Informationssystem REHADAT: Hilfsmittel, Rechtsprechung, Arbeitsplatzgestaltung, Übergang Schule-Beruf".

Die Rehacare findet vom 25. bis 28. September 2013 in Düsseldorf statt. Mehr Informationen zur Messe finden Sie hier: www.rehacare.de.

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Teilhabebericht der Bundesregierung veröffentlicht

Die Bundesregierung hat Ende Juli den Teilhabebericht über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen veröffentlicht. Der Bericht ist eine Weiterentwicklung des Behindertenberichts und Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Der Bericht untersucht - neben den Menschen mit anerkannten Behinderungen - erstmals auch die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Ergebnis ist beispielsweise, dass 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland von einer gesundheitlichen Beeinträchtigung betroffen sind - das sind fast 17 Mio. Menschen.

Mehr Informationen und den Bericht finden Sie hier auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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Initiative Inklusion: Projekte der Kammern gestartet

Industrie-, Handels-, Handwerks- und Landwirtschaftskammern, die ihre Aktivitäten zur Inklusion schwerbehinderter Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt intensivieren wollen, werden durch die Initiative Inklusion des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) unterstützt.

Unter dem Stichwort "Implementierung von Inklusionskompetenz" bei Kammern (IvIK)“ können Interessierte noch bis zum 30. Juni 2014 Projektanträge einreichen. Weitere Informationen zur Förderung finden Sie auf den Seiten des BMAS: http://www.bmas.de/

Welche Kammern bereits Projekte gestartet haben, können Sie im REHADAT-Forschungsportal nachsehen. Sie finden die Projekte dort in der Rubrik Arbeitsleben / Angebote für Arbeitgeber oder mit den Suchbegriffen Kammer und Inklusion.

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kombabb: Neues Internetportal zum Thema Studium und Behinderung

Das Kompetenzzentrum "Behinderung Studium Beruf" hat sein Beratungsangebot erweitert und Informationen zum Thema Studium mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung in NRW in einem neuen Internetportal gebündelt. Ergänzt werden die Informationen durch eine Datenbank zu barrierefreien Angeboten an Hochschulen in NRW und durch ein Forum zum Erfahrungsaustausch.

Das Portal finden Sie unter dieser Adresse: www.kombabb-internetportal-nrw.de.

Im REHADAT-Bildungsportal finden Sie ebenfalls Informationen (bundesweite) zum Thema Studium und Behinderung: www.rehadat-bildung.de.

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Offener Brief an die Vereinten Nationen

Fünf Dachorganisationen im Themenfeld Hilfsmittel / Unterstützende Technologien haben einen Offenen Brief an die Vereinten Nationen veröffentlicht. Adressaten sind die Teilnehmer eines Spitzentreffens der UN-Generalversammlung zum Thema Behinderung am 23. September 2013 in New York, das sich mit der Agenda der UN nach 2015 beschäftigt. Wichtige Anliegen des Briefes sind zum Beispiel Barrierefreiheit, universelles Design und unterstützende Technologien.

Der Brief (in englischer Sprache) ist auf der folgenden Seite veröffentlicht: www.aaate.net/open_letter_to_un. Dort kann auch die Unterstützung durch die eigene Organisation erfolgen.

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Berliner Werkstätten vergeben einheitliche Zertifikate für Berufliche Bildung

Die 18 Berliner Werkstätten für behinderte Menschen haben ein gemeinsames Zertifikat für die Qualifizierung im Berufsbildungsbereich verabschiedet. Im August wurde den ersten 300 Absolventen des Berufsbildungsbereiches im Roten Rathaus in Berlin dieses neue Zertifikat verliehen.

Das Zertifikat stärkt die Bedeutung der beruflichen Bildung für Menschen mit Behinderung. Es soll die Zugangschancen zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Die zweijährige berufliche Bildung in Werkstätten für behinderte Menschen orientiert sich an den Ausbildungsrahmenplänen anerkannter Berufe. Im Gegensatz zu den Ausbildungsberufen auf dem ersten Arbeitsmarkt gibt es jedoch im Berufsbildungsbereich für Menschen mit Behinderung bislang bundesweit noch keinen einheitlichen Qualifizierungsnachweis. Mit dem Zertifikat will die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) für Berlin nun Abhilfe schaffen. Mehr dazu finden Sie hier.

Tipp: In der REHADAT-Datenbank Werkstätten können Sie nachsehen, welche Berufsbildungsbereiche in den einzelnen Werkstätten angeboten werden.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

Falls Sie den Newsletter nicht mehr beziehen möchten, können Sie sich unter www.rehadat.de unter dem Punkt Service/Newsletter abmelden.

Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Die Adresse dient nur dem Versand des Newsletters. Haben Sie Kritik oder Vorschläge? Dann schreiben Sie an: brockhagen@iwkoeln.de.

Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Gisela Semmt, Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
info@rehadat.de
www.iwkoeln.de
www.rehadat.de

REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.