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REHADAT-Newsletter 5 / 2014

(Newsletter in leichter Sprache: Bitte hier klicken / PDF, 291 KB)

Köln, 1. Oktober 2014

Urteil: Gehörloser hat Anspruch auf Rauchmelder

Das Bundessozialgericht hat die Krankenversicherung zur Übernahme der Kosten für zwei Rauchmelder für einen gehörlosen Kläger verpflichtet. Die Rauchmelder sollen in der Kombination mit einer Lichtsignal­anlage bei Feuer oder Rauch in der Wohnung ein Funksignal an alle angeschlossenen Empfän­ger senden, die ihrerseits Lichtsignale verbreiten. In erster Instanz war die Kostenübernahme abgelehnt worden, da die individuelle Gefahrenabwehr nicht in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung fiele. Warum das Bundessozialgericht das anders sah, lesen Sie bei REHADAT unter dem Aktenzeichen B 3 KR 8/13 R.

Insgesamt finden Sie 943 Urteile zu den Schlagworten "Kostenübernahme UND Hilfsmittel".

Übrigens: Im REHADAT-Hilfsmittelportal finden Sie Infos zu 13 Rauchmeldern und insgesamt zu 55 optischen Signalgebern (Türklingeln, Telefonanrufe, Babyschreie, Anklopfen an der Tür oder Bewegungen).

  

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Wenn die Neuronen Sonderschicht machen

REHADAT veröffentlicht die erste Broschüre seiner neuen Wissensreihe mit dem Titel "Wenn die Neuronen Sonderschicht machen. Wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Epilepsie gestalten lässt". Die barrierefreie Broschüre kann kostenlos unter www.rehadat.de/wissensreihe/epilepsie.pdf herunter geladen werden.

Neben Grundinformationen über die Krankheit erfährt der Leser, wie Epilepsie sich auf das Berufsleben auswirken kann. Zum Beispiel, ob der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber über die Krankheit informieren muss, wie die Arbeitssicherheit gewährleistet wird oder welche Hilfsmittel eingesetzt werden können.

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Zahlen und Fakten

Im Portal REHADAT-Statistik sind neue Zahlen und Fakten zu finden: die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung für Hilfsmittel in 2013, die verdi-Analyse der Arbeitsbedingungen von Menschen mit Behinderungen und wichtige Ergebnisse der DIHK-Ausbildungsumfrage. Die aktuellen Infos sind direkt von der Homepage aufzurufen: www.rehadat-statistik.de.

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Schriftdolmetscher in REHADAT

In der Adressendatenbank von REHADAT ist das Angebot von Schriftdolmetschern auf 17 Anbieter angestiegen. Man findet sie durch das Schlagwort "Schriftdolmetscher" (oder über die globale Suche auf der Startseite).

Schriftdolmetscher schreiben das gesprochene Wort wortwörtlich oder in zusammengefasster Form möglichst schnell mit, damit hörbehinderte Menschen Vorträgen, Reden usw. durch Mitlesen "in Echtzeit" folgen können. Auf diese Weise wird eine aktive Teilnahme (z.B.  durch Diskussionsbeiträge oder Fragen) möglich.

Schriftdolmetschen versteht sich (in Abgrenzung zum Gebärdensprachdolmetschen) primär als Angebot für schwerhörige oder spätertaubte Menschen, die die Gebärdensprache häufig nur unzureichend beherrschen, aber der Schriftsprache gut folgen können.

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Viel zu lesen

Sie können neuen, interessanten Lesestoff bei REHADAT finden: z.B. den aktualisieren Smartphone-Leitfaden von Incobs, den Jahresbericht 2013/2014 des LVR-Integrationsamts und den Online-Leitfaden zur Schaffung hörfreundlicher barrierefreier Arbeitsbedingungen des Projekts Hörkomm.

Bisher sind 831 Literaturhinweise aus dem Jahr 2014 aufgenommen worden - insgesamt sind 28.779 Literaturhinweise in REHADAT.

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Neues Forum der DVfR: Recht der Dienste und Einrichtungen

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht bietet mit dem neuen "Forum E: Recht der Dienste und Einrichtungen" seit September 2014 erstmals eine Plattform für Streitfragen zu den unterschiedlichen Rechtsbeziehungen zwischen Erbringern, Empfängern und Kostenträgern von Reha-Leistungen. Solche Themen werden häufig nicht vor Gericht ausgetragen, trotzdem besteht ein hoher Klärungsbedarf. Die entsprechenden Fachbeiträge des neuen Forums können kostenlos abgerufen und kommentiert werden.

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Infoveranstaltung "Inklusion in IT-Berufen"

Am 29. Oktober 2014 findet in Bonn die Infoveranstaltung "Inklusion in IT-Berufen – Potenziale und Perspektiven" statt.

Die Branche entwickelt viele Technologien, die die Arbeit von Menschen mit Behinderungen unterstützen. Und sie bietet viele Arbeitsplätze an, die grundsätzlich geeignet sind, von Menschen mit Behinderungen ausgefüllt zu werden.

Die Informationsveranstaltung richtet sich an IT-Unternehmen und IT-Abteilungen. Veranstalter sind: IHK Bonn/Rhein-Sieg, Arbeitsagentur für Arbeit Bonn, bonn fairbindet, Inklusive IT-Berufe, Deutsche Telekom, BITKOM.

Hier finden Sie mehr Infos.

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Münchner Medientage mit dem Thema Barrierefreiheit

Im Rahmen der Münchner Medientage werden auch Fachtage zum Thema Barrierefreiheit angeboten: am 22. Oktober zum Thema "Barrierefreie Bildung für Menschen mit Hörbehinderung" und am 24. Oktober zu "Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im Beruf". Mit Berichten aus Forschung und Praxis, Kommunikationshilfen im Einsatz und viel interessantem Austausch – natürlich alles barrierefrei in Schrift und Gebärdensprache.

Hier finden Sie mehr Informationen: www.verbavoice.de

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Praktikum beim Europäischen Parlament

Das Europäische Parlament bietet regelmäßig Praktikumsplätze für Menschen mit Behinderung an. Die nächste Bewerbungsfrist ist der 15. Oktober 2014. Hier finden Sie mehr Infos.

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Rudolf-Freudenberg-Preis 2015

Die Freudenberg Stiftung und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsfirmen rufen zur Bewerbung um den Rudolf-Freudenberg-Preis 2015 auf, der wieder unter dem Motto "Innovative Geschäftsideen und -konzepte" steht. Bewerben können sich Integrationsfirmen, deren Geschäftsideen und -konzepte besonders neu sind, und die bereit sind, ihre Erfahrungen an Dritte weiterzugeben.

Der Wettbewerb will insbesondere die berufliche Inklusion von psychisch erkrankten Menschen unterstützen.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Bewerbungsschluss ist der 28.02.2015. Hier bekommen Sie mehr Infos.

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Jobcoaching für Menschen mit Sehbehinderung im Rheinland

Um den beruflichen Erst- oder Wiedereinstieg für Menschen mit Sehbehinderung stärker zu unterstützen, startet das LVR-Integrationsamt gemeinsam mit dem Integrationsfachdienst Sehen und dem Berufsförderungswerk Düren das dreijährige Modellvorhaben "Integrationscoaching für Menschen mit Sehschädigung im Rheinland" (IcoSiR).

Menschen mit Schwerbehinderung haben Anspruch auf ein intensives Arbeitstraining - auch "Jobcoaching" genannt - wenn dadurch ihr Arbeitsplatz dauerhaft gesichert oder eine neue Tätigkeit erreicht werden kann. Für Menschen mit Sinnesbehinderungen existierte diese Möglichkeit bisher nicht, da es keine speziellen Arbeitstrainings für sie gab. Nun wird mit IcoSiR eine Lücke im Unterstützungssystem für Menschen mit Sehbehinderung geschlossen.

Hier: mehr Infos beim LVR.

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Gisela Semmt, Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.