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REHADAT-Newsletter 5 / 2016

Köln, 22. September 2016

Neues Internetportal "REHADAT-Seminaranbieter" online

Ende August hat REHADAT das neue Seminaranbieter-Portal frei geschaltet. Dort finden Interessierte knapp 200 Seminaranbieter mit einer großen Themenvielfalt zu allen Fragen der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderung. Das Seminar zum neuen Bundesteilhabegesetz findet sich dort ebenso wie die Fortbildung zu allen Fragen des Umgangs mit psychisch erkrankten Mitarbeitern. Das Portal richtet sich an Fachkräfte aus Unternehmen, Verbänden, Interessenvertretungen und an die Betroffenen selbst.

Die Navigation mit der Anzeige der Ober-Themengruppen verschafft einen Überblick über die unterschiedlichen Inhalte der Seminare: Arbeit/Beschäftigung, Aus- und Weiterbildung, Behinderung/Erkrankung, Rehabilitation/Maßnahmen, Recht, Barrierefreies Leben, Hilfsmittel und Zusatzqualifikation. Alternativ können Interessierte auch die Detailsuche nutzen und per Schlagwort, Zielgruppe, Freitext oder Name den gewünschten Anbieter recherchieren. Außerdem sind alle vorhandenen Seminaranbieter alphabetisch gelistet.

Hier geht es zum neuen Portal: www.rehadat-seminaranbieter.de

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Ergebnisse der REHADAT-Umfrage "Mit Multipler Sklerose im Job"

REHADAT hat in einer Umfrage Erwerbstätige und Auszubildende mit Multipler Sklerose zu ihrem Arbeitsleben befragt. Hier die wichtigsten Ergebnisse aus 846 Antworten:

Die meisten Befragten sind beruflich integriert und arbeiten in Vollzeit, rund die Hälfte hat eine anerkannte Schwerbehinderung.

Die Erwerbstätigen wünschen sich aber noch mehr leicht verständliche und zugängliche Informationen zu finanziellen und rechtlichen Fragen und zugleich mehr Unterstützung durch Vorgesetzte und Kollegen. Eine vertrauensvolle Kommunikation ermutigt, offen mit der Erkrankung umzugehen und unterstützt damit auch Anpassungen des Arbeitsplatzes. Denn gerade die unsichtbaren Symptome wie Fatigue oder kognitive Einschränkungen erschweren hoch konzentrierte Tätigkeiten sowie körperliche Arbeiten. Dabei sind bereits kleine Veränderungen wie zum Beispiel flexible Arbeitszeiten und Hilfsmittel für die Berufstätigen hilfreich.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft hat die REHADAT-Studie unterstützt. Die Auswertung der Umfrage können Sie bei REHADAT herunterladen: http://rehadat.link/umfragems.

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REHADAT-Gute Praxis: Stoßdämpfer montieren ohne Rückenschmerzen

Der Arbeitsplatz "Stoßdämpfermontage" in der Fließfertigung im Kölner Ford-Werk war aus ergonomischer Sicht bisher nicht ideal gestaltet. Der Stoßdämpfer musste während des Verschraubens über Kopf mit einer Hand im Radkasten gehalten und mit der anderen Hand gleichzeitig der Schrauber bedient werden.

Um die erhöhte Belastung des Muskel-Skelett-Systems bei der Montage zu vermeiden, setzt Ford seit Anfang 2016 einen sensitiven und intelligenten Leichtbau-Roboter ein. Bemerkenswerk daran ist, dass der Roboter weniger zur Automatisierung von Prozessen eingesetzt wird als zur Unterstützung der Beschäftigten. Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass der Roboter jederzeit ohne Kraftaufwand oder Verletzungsgefahr berührt, weggedrückt oder festgehalten werden kann.

Mehr Details zu diesem Robotereinsatz können Sie in REHADAT-Gute Praxis mit der Referenznummer Pb/110931 nachlesen.

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Urteil: Keine Diskriminierung wg. Schwerbehinderung bei fehlender Prävention in Probezeit

Das Landeskriminalamt kündigte einer schwerbehinderten Ökonomin während der Probezeit, wogegen die Beschäftigte klagte. Allerdings berief sie sich nicht auf den Kündigungsschutz, sondern machte einen Entschädigungsanspruch nach § 15 Abs. 2 AGG geltend. Sie fühlte sich wegen ihrer Schwerbehinderung diskriminiert, da der Arbeitgeber kein Präventionsverfahren nach § 84 Abs. 1 SGB IX durchgeführt hatte.

Wie das Bundesarbeitsgericht diesen Vorwurf der Diskriminierung im April 2016 beurteilte, lesen Sie bei REHADAT-Recht im Urteil mit dem Aktenzeichen 8 AZR 402/14.

Sie interessieren sich für das Thema? In REHADAT-Recht finden Sie 199 Entschädigungs- bzw. Schadensersatzklagen, in denen Benachteiligungen aufgrund von Krankheit oder einer Behinderung geltend gemacht wurden, im Kontext der gesetzlichen Grundlagen, wie dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz oder der Europäischen Gleichbehandlungsrichtlinie 2000/78/EG.

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REHADAT-Adressen: Integrationsfirmen aktualisiert

Im September wurde die 5. Auflage des Verzeichnisses "Integrationsfirmen in Deutschland" online gestellt – bereits wenige Wochen nach Erscheinen der 4. Auflage. Aufgrund der aktuell verstärkten Neugründung von Firmen und der Aufnahme zahlreicher neuer Daten bei REHADAT haben wir uns entschlossen, zugunsten unserer Nutzer vom jährlichen Turnus abzuweichen.

Das Verzeichnis enthält Informationen zu 934 Integrationsfirmen und -projekten und steht hier zum Download bereit: www.rehadat-adressen.de.

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Neu eingestellt bei REHADAT-Statistik

Auf www.rehadat-statistik.de wurden neue Untersuchungen aufgenommen:

  • Das Projekt BIT inklusiv hat blinde und sehbehinderte Beschäftigte zu IT-Barrieren an ihren Arbeitsplätzen befragt. Die Auswertung der Antworten zeigt, dass viele Software-Produkte nicht barrierefrei sind und deshalb die Beschäftigen auf eine Vielzahl an Schwierigkeiten stoßen: Mehr zur Studie
  • Die Integrationsämter im Rheinland und in Baden-Württemberg haben ihre Jahresberichte mit Daten und Fakten zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben veröffentlicht: Mehr zu den Jahresberichten
  • Sachsen hat die gegenwärtige Situation der Studierenden und Beschäftigen mit Behinderungen an den sächsischen Hochschulen abgebildet. Untersucht wurden Aspekte der kommunikativen und baulichen Barrierefreiheit, der Studiendurchführung, Prüfungs- und Lehrsituation, Information und Beratung, Interessenvertretung sowie Nachteilsausgleiche: Mehr zur Studie

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Nach der Förderschule: LVR sucht Interviewpartner

Was passiert eigentlich mit den Förderschülern, die nach der Schule kein Anschlussangebot (z.B. Ausbildung, Studium, Berufskolleg, Werkstatt oder Maßnahmen der Agentur für Arbeit) in Anspruch nehmen (können oder wollen)?

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) führt aktuell das Projekt "Analyse der Werdegänge von Schülerinnen und Schülern (SuS) mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die nach Abschluss der Schule keine Anschlussmaßnahme in Anspruch nehmen" durch. Für Interviews werden dazu Experten an der Schnittstelle Übergang Schule – Anschlussmaßnahme sowie ehemalige Förderschüler, die keine Anschlussmaßnahme in Anspruch genommen haben, gesucht.

Kontakt im LVR: Christina Bastges, Tel.: 0221/ 809-6771, E-Mail: Christina.Bastges@lvr.de.

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Mehr Förderung für Einstiegsqualifizierung

Seit dem 1. August 2016 hat sich der Zuschuss für die Einstiegsqualifizierung erhöht. Agenturen für Arbeit und Jobcenter können Arbeitgebern künftig bis zu 231,- Euro zuschießen. Bisher lag das Limit hier bei 216,- Euro.

Die Einstiegsqualifizierung ist eine Art berufsvorbereitendes Langzeitpraktikum mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten in einem Unternehmen. Sie dient als Brücke in die Berufsausbildung und steht allen ausbildungslosen und arbeitsuchenden Jugendlichen unter 25 Jahren offen.

Die Einstiegsqualifizierung hält sich sehr eng an die Ausbildungsinhalte eines bestimmten Berufsfeldes und vermittelt die entsprechenden Grundqualifikationen. Mit dieser Förderung soll erreicht werden, dass mehr jüngere Menschen mit Vermittlungshemmnissen in eine betriebliche Ausbildung übernommen werden. Die erfolgreiche Beendigung einer Einstiegsqualifizierung kann auch zu einer Verkürzung der Ausbildung führen.

Mehr Informationen finden Sie im Portal REHADAT-Bildung: www.rehadat-bildung.de

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Ausgezeichnete "Light Care-Projekte"

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat im Wettbewerb "Light Cares – Photonische Technologien für Menschen mit Behinderungen" 10 Siegerprojekte ausgezeichnet. Gemeinsam ist diesen Projekten, dass sie durch den Einsatz photonischer Werkzeuge Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, selbstständig zu sein.

Die Ideen sind sehr vielfältig: zum Beispiel geht es um die Herstellung von passgenauen Prothesen und Orthesen, von Hilfsmitteln für rheumatisch erkrankte Menschen oder von Demonstratoren, die optische Informationen an Haushaltsgeräten hörbar machen.

Mehr Details finden Sie beim BMBF: https://www.bmbf.de/de/light-cares-wettbewerb-zehn-projekte-ausgezeichnet-3269.html

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Rudolf-Freudenberg-Preis 2017 für "Gute Konzepte in der Gastronomie"

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen und die Freudenberg Stiftung haben den mit 5.000 Euro dotierten Rudolf-Freudenberg-Preis 2017 ausgelobt.

Bewerben können sich Integrationsunternehmen, die in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und/oder Gemeinschaftsverpflegung tätig sind und bereit sind, ihre Geschäftskonzepte, Unternehmensstrategien und Erfahrungen an Dritte weiterzugeben.

Interessierte Unternehmen können sich bis zum 10. Februar 2017 bewerben. Details zur Ausschreibung und Bewerbung finden Sie hier:
http://www.bag-if.de/ausschreibung-zum-rudolf-freudenberg-preis-2017.

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Fotowettbewerb "Mensch - Arbeit - Handicap"

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat den Fotowettbewerb "Mensch - Arbeit - Handicap" ausgelobt und will damit einen Beitrag zur inklusiven Arbeitswelt leisten.

Auf den Bildern können zum Beispiel Stärken von Menschen mit Behinderung, Barrierefreiheit oder Selbstbestimmung und Selbstverständlichkeit der Teilhabe am beruflichen Leben dargestellt sein.

Eingereicht werden müssen die Bilder bis zum 31. Mai 2017. Insgesamt sind Preisgelder in Höhe von 22.000 Euro zu gewinnen.

Hier finden Sie alle Details: https://www.bgw-online.de/DE/Medien-Service/Fotowettbewerb/Fotowettbewerb_node.html

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REHADAT-Stand auf der REHACARE und der Consozial

Sie möchten sich REHADAT vor Ort zeigen lassen? Dann kommen Sie zur REHACARE, der internationalen Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege, die vom 28. September bis 1. Oktober 2016 in Düsseldorf stattfindet. Sie finden uns in Halle 3 am Gemeinschaftsstand "Menschen mit Behinderung und Beruf" mit der Standnummer E 85.

Wer nicht nach Düsseldorf kommen kann, findet uns auch auf der Consozial – der KongressMesse für den Sozialmarkt (vom 26. bis 27. Oktober 2016) in Nürnberg. Dort haben wir in Halle 3A die Standnummer 214.

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Neue REHADAT-Seminartermine für 2017

Die neuen Termine für die REHADAT-Seminare im ersten Halbjahr 2017 stehen fest:

Das REHADAT-Kompaktseminar "Berufliche Teilhabe gestalten" findet am 15. Februar und 21. Juni 2017 statt. Das Seminar richtet sich an Praktiker, die einen Überblick über die Grundlagen der beruflichen Teilhabe behinderter Menschen erhalten wollen. Mehr Infos unter: www.rehadat.de

Das REHADAT-Grundlagenseminar "Hilfsmittel – Welche gibt es und wer zahlt?" findet am 16. Februar und 22. Juni 2017 statt. Das Seminar gibt einen Überblick über die Grundlagen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die mögliche Finanzierung von Hilfsmitteln und technischen Arbeitshilfen. Mehr Infos unter www.rehadat-hilfsmittel.de

nach obenUnsere Seminare finden in Köln, fußläufig zum Hauptbahnhof, statt.

Rund um den REHADAT-Newsletter

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.