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REHADAT-Newsletter 6 / 2015

Köln, 3. Dezember 2015

Neue REHADAT-Broschüre: Wie sich die berufliche Teilhabe von Rollstuhlnutzern gestalten lässt

Viele Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag einen Rollstuhl nutzen, fühlen sich  im Arbeitsleben gut integriert. Dies ergab eine REHADAT-Umfrage zum Thema "Mit dem Rollstuhl im Job". Eine wesentliche Voraussetzung für eine gelungene berufliche Teilhabe ist die Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung. Doch wie kann diese genau aussehen? Was unterstützt die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter? Welche finanzielle Unterstützung gibt es und wer berät?

Die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe "Nur den Tag absitzen? Nichts für mich!" beschreibt praxisnahe Lösungen, wie z.B. eine barrierefreie Gestaltung und den Einsatz von Hilfsmitteln, aber auch flexible Arbeitszeiten oder personelle Unterstützung am Arbeitsplatz. Zudem informiert die Broschüre über mögliche Ursachen der Rollstuhlnutzung, Grundlagen der Rollstuhlversorgung und konkrete Auswirkungen auf das Arbeitsleben. Die Ergebnisse der REHADAT-Befragung von Rollstuhlnutzern sind in den Text eingeflossen.

Die kostenlose Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Arbeitnehmer sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Erkrankung oder Behinderung beteiligt sind.

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe sowie die Auswertung der Rollstuhlnutzer-Befragung: http://rehadat.link/publikationen

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Urteil: Wer trägt Kosten für Anschlussheilbehandlung einer Werkstattbeschäftigten?

Die voll erwerbsgeminderte, 1959 geborene Frau mit Down-Syndrom ist in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) beschäftigt. Sie ist dort sowohl kranken- als auch rentenversichert. Nach dem Einsatz einer künstlichen Hüfte beantragte sie 2006 eine Anschlussheilbehandlung bei der Krankenkasse. Die Krankenkasse leitete den Antrag an die ihrer Ansicht nach zuständige Rentenversicherung weiter, die die beantragten Leistungen bewilligte.

Die Rentenversicherung beanspruchte als zweitangegangener Träger die Erstattung dieser Kosten wegen Unzuständigkeit, weil die persönlichen Voraussetzungen für eine Leistungsgewährung wegen einer vollen dauerhaften Erwerbsminderung nicht vorgelegen hätten. Die Krankenkasse lehnte eine Kostenerstattung ab, weil durch die medizinische Rehabilitation der weitere Verbleib in der WfbM sichergestellt werden konnte.

Warum das Bundessozialgericht die Krankenversicherung für die medizinische Rehabilitation der Werkstattbeschäftigten zuständig erklärte, können Sie bei REHADAT im Urteil mit dem Aktenzeichen B 13 R 12/14 R im Volltext nachlesen.

Möchten Sie mehr Urteile zur Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen lesen? In REHADAT-Recht finden Sie mit dem Schlagwort "WfbM" 400 Urteile.

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Trotz Schnee und Eis sicher ins Büro: Berufliche Teilhabe mit Gehbehinderung

Auch im Winter hat die schwerbehinderte Beschäftigte der Deutschen Post keine Probleme, ihren Arbeitsplatz in der Verwaltung zu erreichen: denn die Rampe, die ins Gebäude führt, ist beleuchtet und beheizbar (!) und ermöglicht ihr so einen rutschfesten Zugang. Die Rampe ist nur eine Maßnahme, die der Arbeitgeber zur behinderungsgerechten Gestaltung für die gehbehinderte Mitarbeiterin durchgeführt hat.

Außer der Rampe (mit geringer Steigung und Handlauf) stehen der Mitarbeiterin ein individueller Behindertenparkplatz direkt am Seiteneingang, elektrische Türöffner und ein Evakuierungsstuhl zur Verfügung.

Alle Details zum Praxisbeispiel finden Sie in REHADAT-Gute Praxis mit der Referenznummer Pb/110744.

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Neue Informationen in REHADAT-Gute Praxis: ICF-Items und Assessments

In den Praxisbeispielen im Portal REHADAT-Gute Praxis werden jetzt auch die jeweils zugehörigen ICF-Items und Assessments angezeigt.

Hinter den ICF-Items verbirgt sich die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, die die Folgen von Krankheiten in Bezug auf Körperfunktionen/Körperstrukturen, Aktivitäten und Partizipation unter Berücksichtigung der Kontextfaktoren eines Menschen beschreibt. Die Assessments beinhalten Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung des Beispiels.

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Große Resonanz auf Umfrage zu MS und Berufstätigkeit

Auf die REHADAT-Umfrage zu den Auswirkungen von Multipler Sklerose im Job haben sich bis zum 30.11. mehr als 880 Beschäftigte aus den unterschiedlichsten Berufen beteiligt. Wir werden die Auswertung der Ergebnisse so bald wie möglich veröffentlichen.

Herzlichen Dank an alle, die an der Umfrage teilgenommen haben!

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Anzahl der Fach- und Inklusionsberater bei den Kammern wächst weiter

Bei jetzt fast 60 Kammern stehen spezielle Fach- bzw. Integrationsberater zur Verfügung, die ihre Betriebe über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der Beschäftigung und Inklusion schwerbehinderter Menschen informieren. Alle Kammern, die Fach- und Inklusionsberatung bieten finden Sie im Portal Angebote und Adressen: www.rehadat-adressen.de.

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Neu: Gemeinsamer Firmenservice der Deutschen Rentenversicherung

Mit dem bundesweiten kostenlosen "Gemeinsamen Firmenservice" werden alle firmen- und arbeitsspezifischen Beratungsangebote der Deutschen Rentenversicherung unter einem gemeinsamen Erscheinungsbild gebündelt.

Arbeitgeber und Firmen erhalten u.a. Informationen zu: Präventionsmaßnahmen, Rehabilitation, berufsfördernde Maßnahmen, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Kontakte zu anderen Sozialleistungsträgern für das BGM, Unterstützung und Beratung beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement - BEM.

Hier mehr Infos.

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Werkzeugmechaniker für Flugzeuge: Lufthansa bildet gehörlose Auszubildende aus

Die Lufthansa Technik AG bildet seit 2000, alle zwei Jahre, Gehörlose für den Beruf Werkzeugmechaniker aus. Welche Voraussetzungen die Jugendlichen mitbringen müssen, wie die Kommunikation zwischen Hörenden und Nicht-Hörenden organisiert wird und welche Erfahrungen gemacht werden konnten, lesen Sie hier im Deafservice-Interview: www.deafservice.de

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DVfR-Stellungnahme: Fördernde Rahmenbedingungen für inklusive betriebliche Berufsausbildung

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) weist in ihrer Stellungnahme auf Inklusionshemmnisse für die betriebliche Berufsausbildung von Menschen mit Behinderung hin und regt an, das Konzept der Rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation für Ausbilder und Ausbilderinnen (ReZA) und dessen Anwendung in der Praxis zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.dvfr.de

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Noch schnell bewerben für DVBS-Mentoring-Projekt "TriTeam"

Des Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf  (DVBS) setzt 2016 sein Mentoring-Projekt "Triteam" fort. Ziel des Projekts ist es, Studierenden den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern, indem sie gemeinsam mit ihren Mentoren bereits während des Studiums Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen. Der DVBS begleitet die Teams mit Seminaren, in denen es unter anderem um "Teamarbeit" geht.

Die zweite Runde des DVBS-Mentoringprojekts beginnt im März 2016. Blinde und sehbehinderte Studierende aller Fachrichtungen und Schüler/innen, die kurz vor dem Studienbeginn stehen, können sich für die Teilnahme bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember 2015. Mehr Informationen hier: http://www.dvbs-online.de/dvbs-0-nl621.htm

Tipp: Bei REHADAT-Forschung finden Sie knapp 70 Projekte, die sich mit der Zielgruppe der blinden und sehbehinderten Menschen befassen, die z. B. ihre Bildungs- und Beschäftigungssituation untersuchen: www.rehadat-forschung.de/de/spezielle-zielgruppen/blinde-und-sehbehinderte.

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Die BAG WfbM in Zahlen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM), in der 93 Prozent der anerkannten WfbM organisiert sind, hat aktuelle Zahlen veröffentlicht:

  • Derzeit sind mehr als 300.000 Erwachsene mit Behinderungen in den Mitgliedswerkstätten der BAG WfbM beschäftigt,
  • knapp 31.000 zu ihrer beruflichen Bildung im Berufsbildungsbereich
  • und zirka 260.000 zu ihrer Arbeits- und Berufsförderung im sogenannten Arbeitsbereich.
  • Dabei sind etwa 16.000 so schwer behindert, dass sie einer besonderen Betreuung, Förderung und Pflege bedürfen.

Sie interessieren sich für mehr Zahlen zum Thema Beruf und Behinderung? Dann stöbern Sie doch mal im Portal REHADAT-Statistik!

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Film "Wege in Arbeit - Es lohnt sich"

Der Film "Wege in Arbeit" dokumentiert den Übergang von Menschen mit Behinderung aus der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt, zeigt ihre Erfolge in diesem Prozess und das Engagement aller am Übergangsprozess Beteiligten. Die Beispiele vermitteln eindrucksvoll: Es lohnt sich! – für die Menschen mit Behinderung, für die Arbeitgeber und für die Kollegen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) hat den Film im Internet unter dieser Adresse https://www.youtube.com/watch?v=iUcOwRePuoE veröffentlicht.

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REHADAT-Seminare: Plätze frei in 2016

Sie wollen die Inhalte von REHADAT genauer kennenlernen? Dann besuchen Sie doch eins unserer Seminare im kommenden Jahr:

  • "REHADAT-Kompaktseminar: Berufliche Teilhabe gestalten" am 24.02., 08.06., 21.09. und 23.11.2016
    (mehr Infos hier: www.rehadat.info/de/seminare)
  • "Hilfsmittel - Welche gibt es und wer zahlt?" am 09.06., 22.09. und 24.11.2016
    (mehr Infos hier: www.rehadat-hilfsmittel.de/de/seminare)

    Die Seminare können kombiniert gebucht werden, müssen es aber nicht.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.